Sonntag, 2. März 2025

Tropensturm Alfred

Die Nachricht kam als Durchsage gegen 16 Uhr: Wir werden morgen nicht in Brisbane einlaufen, denn der Hafen ist wegen des Tropensturms Alfred für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt. Stattdessen werden wir durchfahren Richtung Airlie Beach und dort einen Tag früher eintreffen. Mit Vorbehalt, denn wir müssen durch das Sturmgebiet hindurchfahren. Der Plan ist, auch in Cairns und Darwin jeweils einen Tag früher anzukommen. In Darwin soll es dann eine Übernachtung im Hafen geben.

Tropical Cyclone Alfred has been progressing down
the Queensland coast and is expected to make
landfall near Brisbane. Picture: Facebook

Für mich ist das sehr ärgerlich, denn für eine Geocaching Challenge muss ich einen Cache finden, der im Oktober 2000 versteckt wurde. Davon gibt es nur noch 23 auf der ganzen Welt, davon einer in Brisbane und gar keinen in Europa. Der Besuch war natürlich fest eingeplant. Wir überlegen gerade, ob wir für ein paar Tage das Schiff verlassen, um nochmal nach Brisbane zu fliegen und das Schiff im nächsten Hafen wieder zu besteigen. Die Alternative ist eine Reise nach Massachusetts später im Jahr …

Eine Runde sind etwa 930 Schritte

Noch war die See ruhig

Ansonsten war das heute ein ruhiger Seetag: Ich habe am Vormittag meine Runden auf Deck 3 gedreht, um auf meine Schritte zu kommen. Nach dem Mittagessen haben wir ein gemütliches Sofa neben dem Pool gefunden und dort gespielt. Ich habe die Go-Partie mit 6 Steinen Vorgabe gewonnen, die Streitpatience ging unentschieden aus und bei Phase 10 ging der Sieg an Dörte. Nach dem Spielen haben wir noch ein nettes Ehepaar kennengelernt, das 1960 von Deutschland nach Australien ausgewandert ist. Sie haben eine  Obst-Plantage betrieben, bevor sie in Rente gegangen sind, und leben in der Nähe von Adelaide.

vegetarisches Mittagessen

Danach fing es an zu schaukeln und es wurde immer schlimmer. Ich bin mal gespannt, wie heftig es noch werden wird. Um 19 Uhr gingen wir ins Theater zu einem Kurzmusical. Das ganze Theater knarrte und quietschte unter dem Seegang - manchmal lauter als die Musiker und Darsteller. Gezeigt wurde eine 60 minütige Version von Brief Encounter. Das Stück ist am ehesten durch den Film von 1945 bekannt. Richtig super fanden wir es beide nicht, dazu fehlten schmissige Songs. Das Bühnenbild mit der Nutzung von Film war aber schon genial: Da wurde auf einen Vorhang ein Zug projiziert, der Mann stieg ein, indem er durch den Vorhang schlüpfte und im Zug war er dann winkend bei der Abfahrt zu sehen. Dazu wurde vermutlich der Originalfilm verwendet.

Beim Abendessen - heute Schwarz-Weiß-Gala - saßen wir immer noch zu zweit am Sechsertisch. Eigentlich wollen wir das ändern - aber wenn wir selbst für ein paar Nächte nicht da sein sollten, wäre das auch komisch. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung der Fahrtroute …

Anmerkungen von Dörte:

Der Gottesdienst heute wurde von der Kapitänin (oder Frau Kapitän ?) gehalten. Und er endete natürlich mit meinem Lieblingschoral "Eternal Father, strong to save". Ich habe schon wieder vergessen, in welcher Folge Inspektor Barnaby den singt. War es bei seiner Silberhochzeit???

Gottesdienst im Royal Court Theatre

Technische Anmerkungen:

Ich habe das Problem mit dem Hochladen von Bildern lösen können. Ursache war, dass das Cunard-Internet die Seite docs.google.com blockiert. Diese Seite wird von Blogger.com beim Hochladen benötigt. Mit einem Eintrag in etc/hosts konnte ich dafür sorgen, dass auf meinem PC die Auflösung des Namens docs.google.com in eine IP-Adresse wieder funktioniert.

2 Kommentare:

  1. Muss man als ordentlicher Cacher nicht ohnehin einmal im Leben nach Seattle? Von da ist es auch nicht mehr so weit zu GC72 oder GC92. Grüße Nadine

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