Am Kreuzfahrerterminal wurden wir gleich mit Trommeln und Drachen begrüßt. Das Terminal ist modern und trotz (oder wegen?) automatisierter Passkontrolle ging es erstaunlich flott. Dabei wurden sogar bei der Einreise Sicherheitsscanner eingesetzt, wie man sie vom Flughafen kennt.
| Wir wurden von Drachen begrüßt |
Der Shuttlebus brachte uns zum Marina Bay Sands Komplex, wo wir schnell einen Geldautomaten und eine U-Bahn-Station fanden. Für die U-Bahn konnten wir unsere Kreditkarten zum Ein- und Auschecken verwenden - das war sehr praktisch. Ruckzuck waren wir in Chinatown und kauften gleich einen Magneten und - ganz wichtig - einen Regenschirm. Es gab nämlich den ersten Regenguss des Tages und es sollte nicht der letzte bleiben.
| Regen in Chinatown |
In Chinatown haben wir einen Adventure Lab Cache absolviert. Hier wurden wir von der Smartphone-App zu 5 hübschen Wandmalereien geführt und mussten Fragen dazu beantworten. Google hat uns bei der folgenden Aufgabe geholfen, denn uns war die gesuchte Frucht unbekannt.
| Wie heißen die roten Früchte mit kleinen Haaren über dem Kopf von Detektiv Conan? |
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| Hier nochmal in groß |
Ein wenig weiter fanden wir plötzlich den Hindu-Tempel Sri Mariamman. Eigentlich hätten wir den ja eher im Viertel "Little India" als hier in Chinatown erwartet. Zur Besichtigung mussten wir die Schuhe ausziehen und ins Regal stellen.
| Torturm des Sri Mariamman Tempels |
| Im Tempel |
In der Gegend haben wir dann auch noch einen traditionellen Geocache gesucht und gefunden. In Singapur gibt es über 1000 Geocaches, also war es kein Problem, schnell mal einen Cache zu suchen - nur ein Umweg von etwa hundert Metern.
| Jan beim Wiederverstecken des Caches |
Zum Mittagessen haben wir auf Empfehlung von unseren Freunden Ralf und Doris das Hawker-Zentrum Lau Pa Sat aufgesucht. Das ist so etwas wie "geordnetes Street Food" - ein flacher achteckiger Komplex mit vielen fest eingebauten Essenständen und dazwischen viele Hocker und Tische um zu essen. Man reserviert sich einen Platz an einem Tisch, indem man einen privaten Gegenstand darauf legt. Ein Smartphone als Platzhalter habe ich zwar nicht gesehen, aber häufig waren es Dienstausweise, die an Umhängekordeln hingen. Singapur ist ein sehr sicheres Land, da kann man das machen. Alle haben auch brav ihr benutztes Geschirr zur Abwaschküche gebracht.
| Hawker-Zentrum Lau Pa Sat |
Ich fand es sehr schwer, mich in diesem Hawker-Zentrum zurechtzufinden. Dörte wollte Suppe haben, aber sie sollte ja nicht zu scharf sein. Kriegt man die nun an einem Stand für indisches Essen oder chinesisches Essen? Oder beim vegetarischen Stand? Oder am Stand für Meeresfrüchte? Am Ende kam ich mit einer Schale Misu-Suppe für sie zurück, die war zwar nur Brühe, aber eben auch nicht scharf. Und sie kostete auch nur umgerechnet 70 Cent. Noch schwieriger war es, Dörte wiederzufinden, die am Tisch sitzen geblieben war. Ein einziges Gewusel war das!
| Im Lau Pa Sat |
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung war ein Singapore Sling in der Long Bar des Raffle Hotels. Dort wurde dieser Cocktail um 1915 erfunden. Wir haben zwar diese Leckerei vor 6 Jahren schon probiert, aber damals wurde das Raffle Hotel renoviert. Leider hat es auch dieses Mal nicht geklappt, denn vor der Bar gab es eine lange Warteschlange und wir hätten mindestens 90 Minuten warten müssen.
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| Hier wurde der Cocktail erfunden |
Dörte hat dann im Innenhof des wirklich beeindruckenden Hotels einen Eiskaffee getrunken, während ich ihr in einer nahegelegenen Apotheke Schmerzmittel gegen ihre Knieschmerzen besorgt habe.
| Innenhof des Raffle Hotels |
Es fing plötzlich richtig an zu schütten und die Sonnenschirme bogen sich unter der Last der aufgefangenen Wassermassen. Die Bedienung kam mit Regenschirmen an, um die Gäste in einen regensicheren Bereich umzuquartieren.
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| Sturzregen |
Für 15:30 Uhr hatten wir Karten, um die Aussichtsplattform oben auf dem Marina Bay Sands Hotel zu besuchen. Das ist das "Surfbrett" auf den drei Hoteltürmen im 56. Stockwerk. Wir waren rechtzeitig da, aber die Plattform war wegen einer Gewitterwarnung gesperrt. Die Ordner sagten uns, dass wir nach 17 Uhr wiederkommen sollten. Sie würden uns dann reinlassen, auch wenn der Preis für einen Abendbesuch etwas teurer sei. Wir hatten also etwa 90 Minuten zu überbrücken. Eigentlich wollten wir in die Gardens by the Bay gehen, aber die Beschilderung war schlecht und wir sind im Expo- und Convention-Center gelandet. Beeindruckende Architektur, aber genau auf der falschen Seite des dreitürmigen Hotels, wenn man zu den Gardens by the Bays will. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und die tolle Architektur fotografiert.
| ArtScience Museum in der Form einer Lotusblume |
Gegenüber auf der anderen Seite der Bucht entdeckten wir Merlion, das Wahrzeichen des Stadtstaates. Unten Fisch und oben Löwe, der Name ist zusammengesetzt aus Mermaid und Lion. Für eine Fotografie mussten wir die Bucht umrunden, etwa 1,5 km Strecke. Dörte hat das bravourös durchgehalten - für ein Foto macht sie ja alles.
| Ooops! |
| Merlion-Statue |
Zurück zur Aussichtsplattform konnten wir ein Stück mit dem Bus fahren. Der Einlass war nicht ganz problemlos, weil das Ticket inzwischen ungültig geworden war. Aber mit Erklärungen hat es ohne große Diskussionen dann doch noch geklappt. Es gab keine Warteschlangen und das Wetter hatte inzwischen aufgeklart - ideale Bedingungen! Wir haben die Aussicht sehr genossen und konnten ein bisschen neidisch zum Infinity Pool rüberschauen, der nur für Hotelgäste zugänglich ist.
| Aussicht aus 200 Metern Höhe |
| Ein neidischer Blick rüber zum Infinity-Pool |
Anmerkungen von Dörte:
Ganz praktisch sind übrigens die Regenschirmtrockenstellen. An Eingängen zur Metro oder zu größeren Gebäuden sind so eine Art Trockner angebracht, die die man die Schirme ziehen soll. Dann tropft es nicht so durch die Gegend
| innen sieht es wie in der Waschstrasse aus |
Und ich habe mich geweigert, die Pose einzunehmen, die die meisten der Fotografen beim wasserspeienden Löwen einnahmen: mit offenem Mund vortäuschen, dass der Wasserstrahl in den Mund läuft. Ich habe das jetzt nicht fotografiert, aber es sah ein bisschen dämlich aus - lauter Leute mit offenem Mund und Augen zur Seite.
Karte:



Sind die Früchte Lichees?
AntwortenLöschenIch dachte schon, dass niemand mehr fragt! Lichees war unser erste Rateversuch, sogar in verschiedenen Schreibweisen. Leider falsch, es sind Rambutan.
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