Heute mussten wir früh aufstehen, weil wir um 7 Uhr zum Frühstück mit Sue und Dan, den anderen Geocachern an Bord, verabredet waren. Auf den letzten Drücker schafften wir es, bei Sues Telefon WhatsApp einzurichten, so dass wir über WhatsApp den Standort teilen konnten. Die beiden hatten auf dem Schiff eine halbtägige Calesa-Tour gebucht - wir waren dabei leider zu spät dran. Aber eigentlich war das nicht schlimm, denn wir konnten vor Ort spontan eine Calesa-Tour zu einem Bruchteil des Preises bekommen.
| Unterwegs in einer Calesa |
Zuerst mussten wir uns aber durch die Unzahl von Tuctuc-Fahrern kämpfen, die alle eine Rundfahrt vom Schiff durch die Altstadt (Intramuros) und zurück anboten. Eigentlich ein gutes Angebot, denn es gab einen staatlich festgelegten Einheitspreis von 350 Pesos (ca. 6 Euro). Wir aber wollten Calesa fahren und dazu mussten wir erst einmal in die Altstadt gelangen. Das war ein Fußmarsch von etwa 20 Minuten.
| Die Altstadt ist von einer mächtigen Mauer umgeben |
Der erste Versuch, eine Calesa zu bekommen, schlug fehl - alle waren ausgebucht. Vermutlich waren die Busse vom Schiff daran schuld. Wir wollten es deshalb später nochmal versuchen und uns erst um den Kauf eines Magneten kümmern. Auch das ging schief - man konnte nur mit Pesos bezahlen und die hatten wir nicht. Also suchten wir einen Geldautomaten - was passierte, könnt Ihr Euch denken: Er funktionierte mit meiner Karte nicht. Wir gingen zu einer anderen Bank und da klappte es. Mit stolz erworbenen 1500 Pesos (ca. 25 Euro) konnten wir dann auch die Eintritte in das Fort Santiago und die Baluarte de San Diego bezahlen. Am Fort Santiago konnten wir einen virtuellen Cache machen, der sich mit dem Nationalhelden José Rizal befasste.
| Vor dem Portal des Fort Santiago |
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| Gegensatz von Altstadt und moderner Großstadt |
| Im Garten der Baluarte de San Diego |
Jetzt klappte es auch mit dem Magneten und mit der Calesa-Tour. Auf dem Weg sahen wir unter anderem die Kathedrale von Manila, das Denkmal für die Gefallenen des Krieges und die Galerie der Präsidenten.
| Kathedrale |
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| Ferdinand Marcos und Corazon Aquino in der Galerie der Präsidenten |
Wir gingen weiter zum Rizal-Park, dort befand sich ein weiterer virtueller Cache und auch ein traditioneller Cache. Beim traditionellen Cache waren wir erfolgreich, beim virtuellen Cache konnten wir leider eine Information nicht ermitteln, weil die Plakette fehlte.
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| Wer ist das? |
Der Park ist schön, mit vielen unterschiedlichen Bereichen. An einer Ecke wurde Schach gespielt, es gab sowohl einen chinesischen als auch einen japanischen Garten und natürlich das Denkmal für den Nationalhelden José Rizon mit einer großen Flagge.
| Chinesischer Garten |
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| Denkmal für José Rizal |
Dörte war jetzt erschöpft und wollte zurück zum Schiff, für mich stand noch der Ausflug mit Sue und Dan zum Rätselcache an - wegen des Pi-Day-Souvenirs natürlich. Ich traf sie am Hafen und wir fuhren mit dem kostenlosen Shuttlebus zu einem großen Shopping-Center. Der Plan war, von dort ein Uber-Taxi zu nehmen - aber Uber ist hier nicht aktiv. Man hätte Grab nehmen müssen, aber Grab wollte meine Kreditkarte nicht akzeptieren. Am Ende haben wir ein Taxi genommen und in US-Dollar bezahlt. Es hat uns hingefahren, dort kurz gewartet und dann zum Shopping-Center zurückgebracht. Den Cache konnten wir dank genauer Koordinaten und eines guten Hinweises schnell finden.
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| Sue und Dan am Cache |
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| Unsere neuen Souvenirs |
Wieder am Shopping-Center angekommen, musste Dan erst einmal ein Bier haben. Ich bin mit den beiden mitgegangen, trank meine Cola Zero und probierte von dem Spinat im Backteig, den Sue zum Knabbern bestellt hatte. Das Shopping-Center ist riesig und Sue und ich konnten einen Supermarkt finden. Mein Cola-Zero-Vorrat reicht jetzt bis zum nächsten Hafen!
Wer noch ein wenig hinter die Kulissen dieser Kreuzfahrt gucken will, dem empfehle ich Dans Blogeintrag. Darin beschreibt er den geführten Rundgang durch das Schiff, den er gestern zusammen mit Sue gebucht hatte.
Bei der Rückkehr fiel die festlich geschmückte Halle im Kreuzfahrtterminal auf, in der sich Crew-Mitglieder mit ihren Familien treffen konnten. Sehr viele Crew-Mitglieder kommen von den Philippinen, das fand ich eine sehr gute Idee.
Anmerkungen von Dörte:
Jan ist tatsächlich mit dem Taxi zu einem Cache gefahren, nur um ein buntes Bildchen in seiner Cacherliste zu erhalten. Das erinnert doch stark daran, dass Heide Lemmermann in der Grundschule unsere Kinder mit kleinen Sternchen motivieren konnte!!
Mit einigen Schulmädchen sind wir im Fort ins "Gespräch" gekommen. Sie wollten unbedingt ihre neuen Englischkenntnisse ausprobieren und auf Lob reagierten sie mit viel Gekicher. Sie haben dann Jan noch Hinweise gegeben, wie er vor der Statue posen solle. Seine entsprechenden Versuche haben dann nochmals zu viel Gekicher Anlass gegeben.
Technische Anmerkungen:
Dienstag und Mittwoch sind wir in Hongkong. Dort wird aus rechtlichen Gründen der Starlink-Zugang zum Internet nicht zur Verfügung stehen. Das Wifi auf dem Schiff wird deshalb abgeschaltet und wir bekommen unsere Gebühren erstattet. Wir werden Internet über das Mobilfunknetz haben, aber ob in Hongkong der große Firewall zuschlägt und Probleme macht, ist ungewiss. Als wir 2018 in Hongkong waren, gab es keine Einschränkungen - aber seitdem ist ja einiges passiert. Falls keine Bolgposts erscheinen, so werde ich sie nachliefern.
Karten:






Ich habe ihn gefunden! Es ist Lapu-Lapu, siehe https://npdc.gov.ph/gallery-of-heroes/ oder https://de.wikipedia.org/wiki/Lapu-Lapu .
AntwortenLöschenGruß Jan