Donnerstag, 6. März 2025

Yorkeys Knob

Yorkeys Knob, benannt nach George Lawson aus Yorkshire

Zuerst einmal zu den Berichten von gestern: Die Show hieß "Imagination", war von der bordeigenen Gesangs- und Tanzgruppe vorgeführt und war ein riesiges Spektakel. Alles drin: Gesang, Tanz, Artistik, fließende Übergänge von Video zu Schauspiel und umgekehrt, Lasershow - man wusste manchmal gar nicht, wie sie das überhaupt machten. Sehenswert! Unser Biologe Cousin Jens hat sich gemeldet: Das Bild von vorgestern zeigte einen Maskenkiebitz oder Vanellus miles. Hier folgt gleich eine neue Aufgabe für ihn vom heutigen Landgang:

Na, seht Ihr das Tier?

Heute sind Dörte und ich getrennte Wege gegangen, haben uns aber in Kuranda kurz getroffen. Dörte hatte ja noch den letzten Platz auf einem offiziellen Landausflug bekommen, während ich auf eigene Faust eine Tour mit Hinfahrt per Seilbahn und Rückfahrt mit dem Zug gebucht hatte. Meine Tour war preiswerter und besser, aber ich musste zittern, ob ich es auch rechtzeitig bis zum Treffpunkt schaffte. Heute wurde nämlich wieder getendert - ich stellte mich um 7:30 Uhr in die Warteschlange und kam um 9:36 Uhr am Treffpunkt an - gerade noch rechtzeitig. Dörte dagegen ging um 8:15 Uhr in den Queen's Room und durfte ohne Wartezeit sofort auf ein Tenderboot.

Die Seilbahnfahrt war beeindruckend: Ein riesiger Regenwald, der sich bis an den Horizont erstreckte.

Blühende Bäume im tropischen Regenwald

Es gab zwei Zwischenstops: Beim ersten gab es einen kurzen Spaziergang durch den Regenwald und beim zweiten gab es Aussichtspunkte auf den Barron-Wasserfall.

Kurzer Spaziergang durch den Regenwald

Blick auf den Barron-Wasserfall von der Seilbahnseite

Der dritte Seilbahnabschnitt endet dann nur 100 Meter vom Bahnhof in Kuranda entfernt. Der Bahnhof ist sehr hübsch gestaltet und fällt durch seine Blumenpracht auf. 

Bahnhof von Kuranda

Ich guckte natürlich nach den historischen Tafeln, um die Aufgaben für einen Multicache zu lösen. Dabei habe ich mich aber irgendwo verheddert, denn der Cache war bestimmt nicht in der Garage der Polizeistation versteckt. Auf der Rückfahrt konnte ich den Fahler finden, aber da war es schon zu spät. Als Ersatz suchte ich einen Cache in der Nähe des Flusses - das klappte besser.

Spaziergang am Fluss
(keine Krokodile!)

Die Rückfahrt habe ich dann mit dem Zug gemacht. Es waren schöne alte Wagen, aber leider habe ich keinen Fensterplatz bekommen. Am Wasserfall gab es aber einen Halt für Fotos.

Barron-Wasserfall von der Eisenbahnseite

Insgesamt ging es durch 15 Tunnel und über viele spektakuäre Brücken. Die spektakulärste ist wohl die Brücke über den Stoney Creek.

Brücke über den Stoney Creek

Am Bahnhof Freshwater bin ich dann mit dem Bus abgeholt und zum Tenderhafen Yorkeys Knob zurückgebracht worden. Trotz der hohen Temperaturen (ca. 35 Grad) war ich noch fit genug für einen Spaziergang zum Strand und einen weiteren Cache. Erst gegen 18 Uhr war ich wieder an Bord, deshalb kommt der Blogeintrag heute auch später.

Strand bei Yorkeys Knob

So weit draußen ankerte unser Schiff

Anmerkungen von Dörte.

Rührend fand ich ein kleines Erlebnis während der Zugfahrt: Zwei alte Damen sind ins Gespräch gekommen und haben festgestellt, dass sie VOR dem Krieg! im gleichen Ort irgendwo in Kent gelebt haben. Jetzt wurden Erinnerungen an Gebäude, Geschäfte, Kirche und mögliche gemeinsame Bekannte ausgetauscht. Die Fahrt und die Aussicht waren völlig uninteressant. Ob ich mich mit neunzig Jahren noch so werde erinnen können - und dann auch noch auf einer Kreuzfahrt??

Übrigens: Jan und ich haben beide eine App installiert, mit der wir den anderen "verfolgen" können.  Manchmal ist das ganz praktisch.

Wir treffen uns in Kuranda

Karte:

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