Heute war die physische Kontrolle aller Passagiere an Bord für die Einreise in die Philippinen. Die Pässe waren dafür vorher eingesammelt worden und alle hatten schon ihre elektronische Einreiseerklärung erledigt und sich einen QR-Code besorgt. Den mussten wir nicht einmal mehr vorzeigen, es reichte die Bordkarte, mit der wir unsere Kabinen öffnen. Alles andere war schon elektronisch hinterlegt. Danach kam aber der eigentliche Grund für die physische Inspektion: Es wurde per Kamera Fieber gemessen. Wir kannten das schon von asiatischen Grenzen vor der Covid-Zeit. Die Schlange war zwar lang, aber die Bearbeitung war fix und wir haben nur 10 Minuten gewartet.
![]() |
| Unsere Temperatur war OK |
Dadurch waren wir gerade noch rechtzeitig für den zweiten Vortrag von Sir Peter Cosgrove, in dem er seinen Werdegang bis zum Generalgouverneur beschrieb. Das war voll von kleinen Anekdoten, die wir wegen des australischen Akzentes und des fehlenden Hintergrundwissens aber häufig nicht ganz verstanden. Offensichtlich ist er ein sehr großer Verehrer von Queen Elisabeth gewesen, mit der er in seiner Rolle häufiger zu tun hatte. Da die Queen in ihren letzten Jahren nicht mehr nach Australien gereist war, war er mit seiner Frau mindestens jährlich in Großbritannien und besuchte sie häufig in Windsor oder Balmoral.
Danach kam dann ein weiterer Vortrag von Andrew Jarrett, in dem er Video-Sequenzen aus Schiedsrichtersicht dokumentierte. Gezeigt wurden Szenen, in denen Tennisspieler die Beherrschung verloren hatten. Dazu gehörte unter anderem auch Alexander Zverev, der nach dem Ende eines verlorenen Doppels dem Stuhlschiedsrichter den Handschlag verweigerte und mit dem Schläger auf den Schiedsrichterstuhl einschlug. Das wurde als Angriff auf den Schiedsrichter gewertet und führte zum Ausschluss aus dem Turnier. Schade, er war im Einzel noch nicht ausgeschieden ...
Der Nachmittag stand im Zeichen eines Crew-Sportwettkampfes: Verschiedene Mannschaften traten gegeneinander an im Tauziehen, in einer Kopie des Pfannkuchenrennens (allerdings mit Paddles und Bällen) sowie einem Schwimmwettbewerb inklusive Anziehen eines Rettungsanzuges und Werfen eines Balles durch einen Reifen. Ich habe nicht mitbekommen, wer am Ende die meisten Punkte hatte, aber es war ein lustiges Spektakel.
| Tauziehen |
| Paddle-Rennen |
| Schwimmen |
Gestern Abend waren wir nicht bei der Show, weil uns nicht der Sinn danach stand, klassische Musik zu hören. Es zeigt aber, wie vielfältig das Programm hier ist.
Anmerkungen von Dörte:
Die ersten Punkte konnten die Mannschaften sammeln durch ihre Kostümierung. Hier gewannen die Köche, die sich Siebe auf den Kopf gesetzt hatten und diverse völlig überdimensionierte Schieber, Schaumkellen oder auch einen ca. 1,50 m langen Schneebesen mit sich trugen. Tatsächlich habe ich noch nie eine Großküche besucht, aber das sind tatsächlich ganz andere Dimensionen, mit denen dort gearbeitet wird.
Und auffällig war, dass die Wettbewerbe, in denen es um Geschicklichkeit ging - also alles was mit Bällen zu tun hat und so - mit Lächeln genommen wurde. Aber beim Tauziehen ging es echt zur Sache. Da spritzten die Zuschauer, die sich zu dicht rangewagt hatten, doch etwas auseinander.
Hatte ich gestern erzählt, dass ich mich bei meiner Stickerei verzählt habe? Ich löse es, indem eine kleine Variation des Musters kreativ entwickelt wird.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.