Sonntag, 23. März 2025

Was ist eine Painter Line?

Bei meinen Morgenrunden auf Deck 3 habe ich mir die Rettungsmittel noch mal etwas genauer angesehen. Wie Martin mich richtig verbessert hat, handelt es sich bei den kleinen weißen Tonnen um Rettungsinseln. Davon sind auf jeder Seite 35 vorhanden und ich hab erneut nachgerechnet: Wir haben Rettungsmittel für 35*35+10*150+136+6= 2867 Personen pro Seite auf dem Außendeck. Ich hoffe mal, dass es irgendwo anders noch ein paar mehr Rettungsinseln an Bord gibt, denn mit einer Seite käme man nicht aus.  

Beschriftung an der Reling

An der Reling bei den Rettungsbooten gab es numerierte Schilder mit der Aufschrift Painter Line. Warum sollten die Abschnitte für das Anstreichen der Reling mit solchen Schildern markiert sein, das müsste doch irgendwie mit den Rettungsbooten zu tun haben. Ich musste es nachschlagen: Painter Line bedeutet  ein Halteseil für Boote. Die Wortherkunft ist nicht gesichert, wahrscheinlich aus dem Französischen (pendre=hängen).

Reduzierte Kapazität, aber mit Mini-Rettungsboot?

Außerdem stellte ich fest, dass 2 von den 22 Rettungsbooten nur eine Kapazität von 136 besitzen, weil sie wohl im Bauch noch ein Mini-Rettungsboot für 6 Leute verstaut haben.  

Zu Mittag haben wir erstmals im Lions Pub gegessen und ich habe mir einen Ploughmans Lunch bestellt. Im Pub ist das eher eine Brotzeit als das Sandwich am Flughafen in Heathrow. Sah gut aus, aber das Sandwich am Flughafen war besser.

Ploughmans Lunch

Heute haben wir auch festgestellt, dass alle unsere Kabinenwände metallisch sind. Das bedeutet, dass wir unsere Kabine mit den gekauften Magneten vberzieren können!

Magneten an der Kabinenwand

Anmerkungen von Dörte:

Heute war ich wieder im Gottesdienst um u.a. für die Gesundheit des Königs zu beten. Ist halt das Oberhaupt der Kirche in England. Gehalten wurde die Zeremonie diesmal vom neuen Captain. Eine stattliche Erscheinung - von Statur und Haarfülle Jan nicht unähnlich. Man konnte ihn genauer in Augenschein nehmen, weil er die Teilnehmer einzeln per Handschlag verabschiedet hat.  Gesungen wurde neben dem obligatorischen  "Eternal Father, strong to save" (ist halt eine Fürbitte für Leute in Seenot) diesmal auch ein Gassenhauer: "Jerusalem".

Ergänzungen:

Mit drei Steinen Vorgabe konnte ich heute sicher gegen Dörte im Go gewinnen. Sie revanchierte sich sofort mit überlegenem Kartenglück bei der Streitpatience.

Seit heute Nacht ist es bei uns wieder 7 Stunden später als in Deutschland, weil Singapur eine andere Zeitzone hat. Zum ersten Mal mussten wir unsere Uhren eine Stunde vorstellen.

5 Kommentare:

  1. Moin Jan,
    früher hat man die Schiffe auch von außen gemalt, da man dabei nicht wild hin und her schwingen wollte Hat man painter lines benutzt.
    Martin

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    1. Moin Martin, fehlt da ein Smiley in Deinem Kommentar? Ich mag das nicht glauben, weil auf dem Schild auch ein Rettungsboot symbolisiert wird, ebenso wie eine passende Nummer. Die allerdings von einem Rettungsboot, welches etwa anderthalb Bootslängen entfernt ist.
      Zuerst dachte ich übrigens, es sei eine Art Strickleiter, denn eine mit 3 oder 4 Stufen lag meistens (aber nicht immer) nahe beim Schild.
      Ich hoffe mal sehr, dass wir das nicht ausprobieren müssen ...
      LG Jan

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  2. Painter Line in diesem Fall ist ein Seil an der Rettungsinsel an dem sich 12 Leute außerhalb der Insel festhalten können.
    Joachim

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  3. https://www.boatingworld.com/question-answer/what-is-the-origin-of-the-term-painter-for-a-boats-rope/

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  4. Kann sein, dass ich im falschen Film bin. Aber da gibt es Bilder von Matrosen, die auf einem Holzbrett an der Bordwand hängen, um den Anstrich des Schiffs auszubessern. Und das Holzbrett hängt an zwei "painter lines". Lass doch die Linguisten und Semantiker darüber weiter streiten...
    Liebe Grüße von Martin aus Reinbek

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