Zuerst zur Show gestern Abend: Es gastierten die Zauberer Mark & Pinky, ein Zauberer-Duo aus Malaysia. Was sie besonders gut konnten war umziehen. Sie hatte innerhalb einer Minute sieben (!) verschiedene Outfits an und für das Umziehen brauchte sie jeweils weniger als eine Sekunde. Natürlich müssen das Trickkleider sein, aber sieben davon übereinander? In verschiedenen Farben? Wir haben keine Ahnung, wie das ging. Manchmal wünschte ich mir, Dörte wäre so schnell wie Pinky beim Umziehen, aber sie meinte dazu nur: Darauf könne ich lange warten... Beim Rubik's Cube hat er dann allerdings versagt - er wollte den Würfel in einer Hand binnen 30 Sekunden aus einer zufälligen Position lösen. Wahrscheinlich war die Position nicht zufällig, aber trotzdem nicht die richtige für den Trick...
Heute früh sind wir etwa um 9 Uhr nach einem guten Frühstück aufgebrochen. Die Wege auf der Gangway, durch das Terminalgebäude und dann zum Shuttlebus sind die bisher längsten, die ich auf dieser Reise erlebt habe. Am Shuttlebus waren wir die ersten 2000 Schritte schon gelaufen. Der kostenlose Shuttle brachte uns in die Nähe der Metro-Station Tsim Sha Tsui. Dort fanden wir einen Geldautomaten und besorgten uns Octopus-Karten. Die braucht man für Metro, Fähren und Busse und man kann auch sonst damit häufig bezahlen. Wir haben gleich zwei weitere für unsere Cacherfreunde Sue und Dan besorgt, damit wir morgen gemeinsam losziehen können.
| Der Uhrenturm |
Nachdem wir den Tsim Sha Tsui Clock Tower bewundert hatten, ging es mit der Fähre von der Halbinsel Kowloon zur Insel Hongkong. Dort besuchten wir den Hongkong Park, einen Park, der mitten in einen Hang gebaut ist. Gleichzeitig bildet ein großer Teil des Parks eine riesige Voliere. Der Eintritt ist frei und wir haben uns über die bunten Vögel gefreut.
| Es gab bestimmt mehr als 20 Vogelarten! |
Eigentlich wollte ich von hier zu Fuß zum Victoria Peak hoch laufen, aber ich habe mich dann doch dafür entschieden, mit Dörte gemeinsam die Peak Tram, eine Standseilbahn zu benutzen. Anders als vor sechs Jahren bei unserer Weltumrundung gab es diesmal keine nennenswerte Warteschlange. Oben angekommen wurde noch einmal kassiert, um auf die Dachterrasse des Peak Towers zu kommen. Da waren wir damals auch - aber es war schon dunkel. Diesmal konnten wir die Skyline im Hellen genießen.
| Hongkong von oben |
In den unteren Etagen des Peak Towers haben wir einen Magneten gekauft und die Galerie für Selfie-Momente besucht.
| Dörte hatte Fahrspaß ... |
Der täglich Cache lag etwas außerhalb des Peak Towers und zeigte uns einen hübschen Weg, der vom Berg herunterführt. Den sind wir dann bergab gewandert, zuerst mit angenehm flachem Gefälle, dann etwas stärkeres Gefälle (Dörtes Knie waren davon nicht angetan) und dann ein flaches Stück am Wasserspeicher entlang. Immer war es schattig und das bei einer angenehmen Temperatur von ca. 20 Grad. Es war schon merkwürdig: Da kommt man aus der überlaufenen Touristengegend mit all ihrem hektischen Getue und plötzlich, kaum ist man 200 Schritte weg davon, findet man sich mitten in der einsamen Natur wieder. Naja, nicht ganz einsam, aber viele Wanderer sind uns nicht begegnet. Unterwegs machten wir bei einer Schutzhütte Pause und spielten unsere tägliche Partie Go - diesmal wieder mit 6 Vorgabesteinen. Ich habe knapp verloren, stehe also wieder unter Druck …
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| Im Pok Fu Lam Country Park |
Der Park, durch den wir abgestiegen sind, heißt Pok Fu Lam Country Park. Genau zu dem namensgebenden Ort führte uns der Weg und wir hofften auf ein altes Fischerdorf. Pustekuchen, es gab Hochhäuser, Baustellen und - am wichtigsten für uns - eine Busverbindung, die uns nach Kennedy Town brachte. Dort haben wir uns in einem Restaurant kurz ausgeruht und Kraft gesammelt für die letzte geplante Aktivität: Den Besuch des "instagrammable point" Sai Wan Swimming Shed. Es waren verdammt viele Stufen herunter bis zu diesem Badesteg! Und wir mussten sie alle wieder aufsteigen, das war das Schlimmste. Tatsächlich trafen wir dort ein paar Fotografen, insbesondere auch ein Brautpaar, welches dort Hochzeitsfotos machte. Auf den Sonnenuntergang haben wir aber nicht gewartet, dafür war es zu bewölkt.
| Ein wenig zerbrechlich sah der Steg schon aus ... |
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| Dörte bei der Motivsuche |
Die Rückfahrt war im Prinzip problemlos, wir mussten allerdings vier mal umsteigen: Zuerst ein Doppeldeckerbus, dann drei Metrolinien und schließlich ein Minibus. Diese Minibusse haben 19 Sitzplätze und sie fahren wie die Besessenen. Da ist gutes Festhalten angesagt, auch wenn man einen Sitzplatz hat. Insgesamt war das ein schöner, aber auch ziemlich anstrengender Tag.
Anmerkungen von Dörte:
Ich wollte noch eine kurze Unterhaltung mit Jan nachtragen vom letzten Mittagessen an Bord. Ich: "Hole ich mir jetzt noch einen Nachtisch?" Jan: "Willst du eine Empfehlung oder einen Blick in die Zukunft?"
Asiaten haben das mit dem Posen doch echt besser drauf. Vor dem Clocktower hat unsere Fotografin uns ein Herz mit den Armen formen lassen und auf dem Peak wurde mir die Kamera bei dem etwas ungeschickten Versuch eines Selfies aus der Hand genommen: "I do that for you. I'm good at it!"
Technische Anmerkungen:
Ich habe festgestellt, dass ich bei den Blog-Einstellungen auch E-Mailadressen für automatische Benachrichtigungen bei neuen Posts hinterlegen kann. Die ersten Versuche waren erfolgreich und ich werde jetzt entsprechende Einladungen an die mir bekannten Leser senden. Wer keine Einladung für die automatische Benachrichtigung erhalten hat, der kann mir einfach eine E-Mail schreiben, dass ich ihn aufnehmen soll.
Nachtrag zu den technischen Anmerkungen:
Ich habe gerade festgestellt, dass ich in den Einstellungen nur 10 E-Mail-Adressen angeben kann. Da muss ich mir vielleicht was anderes überlegen - aber nicht mehr heute!
Karte:


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