Dienstag, 6. Mai 2025

Dank und Statistik

Wir haben uns inzwischen wieder gut eingelebt und bereiten gerade die Feier zu unserem 40. Hochzeitstag am kommenden Wochenende vor. Inzwischen steht sogar schon die Playlist für diese Feier, die Dörte ja eigentlich während der Kreuzfahrt vorbereiten wollte. Unser Kalender ist mit weiteren Terminen schon gut gefüllt: Wir freuen uns darüber, denn das bedeutet, dass wir demnächst viele Freunde und Verwandte wiedersehen werden. 

Die Magneten sind aufgehängt!

Diese Kreuzfahrt hat uns gut gefallen: Neue Häfen, Komplettierung einer Weltumrundung in westlicher Richtung, interessante Vorträge, neue Geocaching-Länderpunkte und für Dörte auch ein neuer Kontinent. Sie hatte großen Respekt vor Afrika, den sie jetzt verloren hat. Sie kann sich inzwischen sogar einen Urlaub in Namibia vorstellen, denn der Landausflug dort war einfach grandios. 

Es haben viele Personen dazu beigetragen, dass diese Reise so gut gelungen ist. Ihnen allen danken wir sehr und wir hoffen, dass wir in der folgenden Liste auch an alle gedacht haben.

Unser Dank geht an

  • unsere Kinder: Sie haben uns erlaubt, diese Reise zu unternehmen. Nach den Erfahrungen aus dem letzten Jahr war das alles andere als selbstverständlich. Darüber hinaus hat Beke sich um unsere Post gekümmert und Jana uns in Southampton besucht.
  • Kai, Nathalie und Luise sowie unsere Nachbarn im Gergenbusch: Sie haben auf unser Haus aufgepasst.
  • die Geocacher Dan und Sue: Wir haben einige fantastische Ausflüge zu Caches mit ihnen unternommen (Manila, Hongkong, Durban, Dakar und Teneriffa). Wer einen zweiten Blick auf diese Reise haben will, der kann Dans hervorragend geschriebenen Blog lesen. Hier findet man ihn auch in chronologischer Reihenfolge als PDF.
  • unsere Tischnachbarn Monica, Salvo, Denise und Martin: Wir kamen als Nachzügler an ihren Tisch der Weltreisenden und wurden gut aufgenommen. Monica und Salvo haben uns auf Ausflügen begleitet (Phu My und Port Klang) und Denise konnten wir zum Go-Spiel überreden.
  • Sue und Simon: Sie ermunterten uns in Kapstadt zum Probieren des Pinotage. Es wurde ein feuchtfröhlicher Nachmittag.
  • Ute und Michael: Sie verbrachten einen Cocktailabend der besonderen Art mit uns.
  • Nichita: Als Bedienung beim Abendessen war sie immer freundlich und zu einem Scherz aufgelegt.
  • unser Kabinensteward Dilmar: Wir waren außerordentlich zufrieden mit ihm. Er organisierte einen zweiten Stuhl für unsere Kabine, versorgte uns zuverlässig mit Keksen und Schokolade und fand sogar unser verloren geglaubtes Fernglas wieder.
  • alle Leser dieses Blogs: Wir freuten uns über das Interesse und die vielen wohlwollenden Kommentare.

Und jetzt die unvermeidliche Statistik:

Anreisetage2
Tage an Bord61
Hafentage21
Seetage38
Ein- und Ausschiffungstage2
Flugstrecke17924 km
Fahrstrecke der Queen Anne35977 km
Fahrstrecke mit Bussen202 km in 26 Bussen
Fahrstrecke mit Zügen105 km in 19 Zügen
Fahrstrecke mit weiteren Schiffen120 km in 11 Schiffen
Fahrstrecke mit Seilbahnen19 km in 9 Kabinen
Fahrstrecke mit Autos/Kleinbussen732 km in 8 Autos
Fahrstrecke mit Kutschen2 km in 1 Kutsche
Gesamtzahl gefundener Caches138
  davon Labcaches aus 24 Adventure Labs83
  davon Traditionelle Caches27
  davon Virtuelle Caches16
  davon Earth Caches7
  davon Mystery Caches4
  davon Wherigo Caches1
Anzahl neuer Geocaching-Länder (in fett gesetzt)5
Caches in Australien13
Caches in Philippinen4
Caches in Hongkong4
Caches in Vietnam2
Caches in Singapur2
Caches in Malaysia6
Caches in Mauritius2
Caches in Südafrika6
Caches in Namibia2
Caches in Senegal7
Caches in Spanien7

Letzte Anmerkungen von Dörte:

Also zu Statistik habe ich nun echt keine Anmerkungen. Obwohl?? Hmmm. Habe gebastelt: 1 Nadelkissen, 2 Nähsets, 1 Kofferanhänger, 3 Ketten, 1 Huggi-Bear, 1 Elefanten (mit Maßbandfüllung) und 3 kleine Stickereien!

Technische Anmerkungen:

Dies ist der letzte Beitrag dieses Blogs. Ich überlege noch, ob ich Landkarten für die Hafentage einfüge. In etwa 2 Wochen werde ich den Blog für Kommentare endgültig sperren.

Gibt es einen neuen Blog? Dörte hat es ja schon angekündigt, dass wir Mitte August bis Mitte September auf die britischen Inseln fahren werden. Hier ist der Blog dazu...

Dienstag, 29. April 2025

Wieder zuhause

Ankunft bei Sonnenschein

Elke hat uns mit unserem eigenen Auto am Kreuzfahrtterminal abgeholt und bereits um 11 Uhr waren wir zuhause. Wie schön, dass Freunde das Haus in der Zwischenzeit bewohnt hatten: Der Rasen war frisch gemäht, die Edelstahlspüle in der Küche blitzte wie seit ihrem Einbau nicht mehr, der Kühlschrank war gefüllt und wir fanden Willkommensgrüße auf dem Tisch. 

Willkommensgrüße

Gestern Abend sind wir schon um 19 Uhr zum Essen in die Artisan's Foodhall auf Deck 9 gegangen. Das ist ein Buffetrestaurant, allerdings mit Bedienung am Buffet. Dadurch konnten wir noch die erste Abendshow um 20 Uhr besuchen, das ist sonst unsere normale Tischzeit. Es spielten "The Three D's", drei Sänger, die im Outfit der 50er-Jahre Songs aus dieser Zeit spielten. Ich hätte gerne einen Link zur Verfügung gestellt, aber ich fand bei meiner Recherche nur einen Hinweis auf "The Three D's" aus den 50ern. Unsere Sänger sahen aber wirklich genauso aus und - auch wenn sie keine Webseite haben - konnten gut Stimmung machen. 

Anschließend waren wir kurz im Pub und haben am Food- und Drinks-Quiz teilgenommen. Nur 5 von 20 Fragen richtig! Aber woher soll man auch wissen, wovor man bei Arachibutyrophobie Angst hat? Dass der kommerziell erfolgreichste Schokoriegel Snickers und nicht Mars ist, hätte ich allerdings erahnen können …

Zum Abschluss des Abends haben wir uns mit unseren Schweizer Tischnachbarn und einigen weiteren deutschsprachigen Weltkreuzfahrern an der Bar getroffen. Ich wurde mit Strickjacke trotz des Gala-Abends nicht des Platzes verwiesen und wir konnten nachholen, was wir in Singapur nicht erledigt hatten: Das Genießen eines Singapore Slings.

Wir stoßen auf den Geburtstag unserer Tochter Beke an

Es war eine schöne Reise mit vielen tollen Erlebnissen und netten Begegnungen. Nach zwei Monaten freuen wir uns jetzt aber auch wieder zuhause zu sein.

Anmerkungen von Dörte:

Orakel: Ihr müssst nicht lange auf einen neuen Blog warten. Wahrscheinlich August/September wollen wir mit dem Auto in UK rumfahren. Wer will denn in dieser Zeit sein Haus renovieren??? Wir hätten ein Ausweichquartier anzubieten.

Technische Anmerkungen:

Hiermit endet die tägliche Berichterstattung, vielen Dank für das Lesen und Kommentieren des Blogs. Das ist immer wieder Ansporn gewesen, halbwegs pünktlich die Tageserlebnisse aufzuschreiben. In ein paar Tagen folgt ein letzter Beitrag mit ein wenig Statistik und Danksagungen und zwei Wochen später wird der Blog für Kommentare gesperrt werden.

Montag, 28. April 2025

Letzte Deckrunden

Heute früh habe ich meine letzten Runden an Deck absolviert. Insgesamt waren es wohl etwas mehr als 340 Runden an 37 Seetagen, deutlich über 200 Kilometer! Die See war heute wieder extrem ruhig und sah aus, als ob eine Frischhaltefolie darüber gezogen worden wäre. Alle Windräder, die wir in der Nordsee sahen, standen still. 

Da es der letzte Seetag ist, kann ich noch einmal etwas zu den offenen Fragen bezüglich der Painter Lines beitragen. Ich hatte darüber ja schon einmal berichtet und es gab etliche Kommentare dazu. Ich habe inzwischen mal gefragt und dabei wurde mir bestätigt, dass eine Painter Line wirklich das Seil ist, mit dem Rettungsboote am Schiff befestigt werden. Die Markierungen an Deck beziehen sich auf die Stellen, wo die jeweiligen Rettungsboote mit ihrer Painter Line befestigt wird.

Der Festmachpunkt für Rettungsboot Nr. 1

Joachim hatte vermutet, dass es sich um ein Seil handelt, an dem sich Leute außerhalb des Bootes festhalten können. Das gibt es auch, es ist eine Grab Line.

Grab Line am Rettungsboot

Martin vermutete ja, dass es die Seile seien, an denen ein Brett hängt für die Leute, die das Schiff von außen anstreichen. Hmm, angestrichen haben sie die Außenhülle des Schiffes während dieser Reise nicht, aber es gibt Körbe für die Fensterputzer. Auf jeder Seite gibt es zwei davon - einen für die Seitenfenster im Hauptrestaurant am Heck des Schiffes und einen zweiten für die Fenster der Bars und Lounges in der Mitte des Schiffes.

Korb für die Fensterputzer mittschiffs

Diese Körbe könnte man sicherlich auch für Malerarbeiten nutzen. Die großen Scheiben direkt über dem Antrieb werden nur mit Schläuchen abgespritzt. Das ist genau an unserem Tisch und einmal verwechselten wir die Reinigung mit einem heftigen Unwetter. 

Dörte hat heute die Gelegenheit genutzt, nochmal den Whirlpool zu benutzen. Der Sonnenschein lud heute geradezu dazu ein.

Dörte im Whirlpool

Heute Nachmittag gab es dann die üblichen Spiele: Im Go-Spiel mit sieben Vorgabesteinen konnte Dörte die Partie lange spannend halten, musste sich am Ende aber mit 11 Punkten geschlagen geben. Ich dagegen hatte gegen Dörtes unglaubliches Kartenglück bei der Streitpatience keine Chance!

Ich bin nicht einmal die Hälfte meiner Karten losgeworden!

Um 15 Uhr haben wir uns mit unseren Tischnachbarn Denise und Martin getroffen und noch ein paar Cocktails geschlürft. Wir werden das heute um 10 Uhr abends noch ein wenig fortsetzen.

Heute Abend ist noch einmal Gala-Abend, für uns ist das überraschend und ärgerlich. Meine Anzüge sind tief im gepackten Koffer. Dörte meint, dass ich mit Hemd, Hose, Krawatte und Strickjacke nicht aus dem Theater und der Bar verwiesen werde. Schauen wir mal, was kommt!

Anmerkungen von Dörte:

Also: Citrus Martini mit Zuckerrand - sehr lecker!!!

Ein Hoch auf unsere Tochter, die heute Geburtstag hat!!!!!!

Sonntag, 27. April 2025

Mit Jana auf die Isle of Wight

Heute legten wir in Southampton an. Wir hatten uns mit unserer Tochter Jana verabredet, die in London lebt. Um 8:30 Uhr haben wir uns am Fährterminal für die Fähre zur Isle of Wight getroffen. So ein Wiedersehen nach 2,5 Monaten ist immer wieder ein tolles Erlebnis!

Wieedersehen mit Jana

Als Ausflugsziel hatte ich Osborne House auf der Isle of Wight herausgesucht. Dieser Palast war die Familienresidenz von Queen Victoria, hier hat sie viele Geburtstage und Weihnachtsfeste mit ihrer Familie gefeiert. Um dorthin zu kommen, waren zwei Fähren und ein Taxi nötig: Zuerst ging es mit der Schnellfähre in 28 Minuten nach West Cowes, dann 8 Minuten Fußweg durch das kleine Städtchen bis zur Floating Bridge. Das ist eine Fähre über den Fluss Medina, die durch einen Motor an einer quer durch den Fluss verlegten Kette gezogen wird. In echt hatte ich so etwas noch nie gesehen, ich kannte es aber schon aus einem Museum über die Elbschifffahrt. Mitte des 19. Jahrhunderts zogen Kettenschleppschiffe jeweils mehrere Schleppkähne entlang einer im Fluss verlegten Kette die Elbe hinauf.

Floating Bridge - eine Kettenfähre

Die restlichen zwei Kilometer sind wir dann mit dem Taxi gefahren. Das Anwesen liegt in einem riesigen Park, der bis zum 1,5 km entfernten Strand hinunter reicht. Die gepflegten Wege sind von blühenden Rhododendren umgeben und direkt am Haus gibt es einen formalen Garten mit Beeten voller bunter Tulpen.

Garten und Haus

Im Haus selbst gab es keine richtige Führung, aber sehr aufmerksame Museumswärter, die gute Geschichten über Queen Victoria, Prinz Albert und ihre Kinder erzählen konnten. Die Räume im Erdgeschoss waren repräsentativ eingerichtet, aber an den Wänden hingen nicht die Bilder von Vorfahren, sondern Gemälde von der eigenen Familie. Es war eben ein Familiensitz und für sie selbst eingerichtet, nicht für Staatsempfänge. 

Esszimmer mit Familiengemälden

Einen Festsaal gab's natürlich auch!

Im Obergeschoss, wo Schlaf- und Arbeitszimmer von Victoria und Albert waren, war es etwas einfacher eingerichtet. Dort hingen selbst gemalte Bilder (beide waren künstlerisch begabt), die meistens die Kinder darstellten. Keine teuren Tapeten oder Stoffe an den Wänden, sondern einfache Wandfarbe. Hier konnte man auch das Bett von Queen Victoria sehen. Sie hat Prinz Albert um 40 Jahre überlebt und bis zu ihrem Lebensende um ihn getrauert. An ihrem Bett ist ein Bild von seinem Totenbett montiert, damit sie immer neben ihm aufwachen konnte.

Bett von Queen Victoria

Wir haben noch einen Spaziergang zum Swiss Cottage gemacht. Dieses Haus liegt etwa einen Kilometer entfernt und wurde als eine Art Spielhaus für die Kinder gebaut. Dort hatten die Kinder auch einen eigenen Gemüsegarten, dessen Ernte Prinz Albert zu Marktpreisen aufkaufte. Im Haus gab es eine Küche mit einem mächtigen Holzherd, wie ihn Dörte noch von ihrer Oma kannte. Dort haben die Kinder auch kochen gelernt und durften manchmal für die Familie Gerichte zubereiten.

Es hat Spaß gemacht, auf diesem Gelände spazieren zu gehen. Es gab wirklich einen Eindruck, wie eine königliche Familie in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Sommer verbracht hat. Zurück sind wir mit dem Bus zur Floating Bridge gefahren. Zeitlich klappte es mit den beiden Fähren gut und wir waren um 15 Uhr wieder in Southampton. Am Hafen gab es noch ein Abschieds-Selfie und wir kamen diesmal deutlich vor der All-Aboard-Time wieder aufs Schiff.

Abschieds-Selfie

An Bord haben wir unsere neue Kabine aufgesucht. Leider ist sie etwas kleiner als unsere vorherige und auch nicht so gut gelegen. Aber für 2 Nächte geht das problemlos. Über den gestrigen Abend kann ich noch berichten, dass das Warten auf die Aufzüge sehr lange dauerte, denn nur die eine Hälfte der Aufzüge war für die Passagiere vorgesehen. Die anderen wurden für den Gepäcktransport benötigt. 


Gepäck ohne Ende

Beim Abendessen haben wir ein Abschiedsfoto mit unserer Haupt-Serviererin Nichita aus Indien gemacht. Ab Southampton wird sie in einem anderen Restaurant an Bord arbeiten.

Abschiedsfoto mit Nichita

Anmerkungen von Dörte:

Übrigens durften die Kinder erst am Familientisch mitessen, wenn sie sich benehmen konnten! Also mit sechs Jahren oder so.

Technische Anmerkungen:

Aufgrund technischer Probleme ist dieser Blogeintrag zunächst in einem Entwurfsstadium veröffentlicht worden. Jetzt ist er vollständig!

Karte:

Samstag, 26. April 2025

Letzter Gala-Abend

Gestern Abend war unser letzter Gala-Abend auf dieser Reise und ich hatte nichts anzuziehen! Das dachte ich jedenfalls bis etwa 17 Uhr, als doch noch meine beiden Anzüge aus der Bordreinigung zurückgebracht wurden. Es gab also auch keine Ausrede, ein letztes Mal haben wir uns fein angezogen.

Gala-Abend

Dieses Abendessen fiel durch zwei Dinge auf: Zunächst einmal war der Service nicht so gut wie sonst, d. h. das Essen kam nicht gleichzeitig an und die Teller waren teilweise schon kalt. Was der Grund dafür war, war nicht auf den ersten Blick ersichtlich, denn ungewöhnlich voll war das Restaurant nicht. Vor dem Dessert gab es dann aber eine Premiere seit der Covid-Zeit: Es gab eine Parade der Köche, Sommeliers und Servierer aus weit über 50 Nationen. Sie haben ihre Landesfähnchen geschwenkt und von uns ihren verdienten Applaus erhalten. 

Parade der Köche und Servicekräfte

Wir waren in der zweiten Sitzung für das Abendessen und sicher hat es die Parade auch für die erste Sitzung gegeben. Ich vermute, dass das für ein wenig Stress und Zeitdruck sorgte, was aber sicherlich nicht vorkommen sollte. Ein weiterer Punkt für Dörtes konstruktive Feedback-Liste.

Am frühen Abend hatten wir gestern übrigens eine Begegnung mit der Queen Mary 2, die von Cadiz nach Southampton unterwegs ist und uns locker überholt hat. Meine Schätzung ist, dass sie etwa zwei Knoten schneller fuhr als wir.

Queen Mary 2 fährt uns davon!

Heute gab es einen Workshop der Musicaltruppe von "I wish my life were a musical" im Queen's Room. Wir waren nur etwa 20 Zuhörer und mussten am Ende unter 4 potentiellen neuen Songs abstimmen wie beim Eurovision Song Contest. Es gewann eine Nummer über Musical-Künstler, die als Ersatz geplant waren und als Platzanweiser aushelfen mussten. Der Komponist Alexander S. Bermange hat die Melodie erklärt, denn sie enthielt unglaublich viele Anspielungen auf Ouvertüren bekannter Musicals. Sie waren gerade so kurz, dass er nicht verklagt werden konnte, und gerade lang genug, dass automatisch das Gefühl aufkam, eine Ouvertüre zu hören. 

Musical-Workshop

Danach gab es ein Kurzfilmfestival von Filmen, die Gäste nur mithilfe ihrer Smartphones erstellt hatten. Insgesamt waren es 14 Kurzfilme, viele davon könnte man als Urlaubsdokumentation bezeichnen. Drei Filme hatten eine richtige Storyline: Ein fehlgeschlagener Bankraub, eine Jagd nach dem Mann der nur mit dem Bademantel herumlief und Szenen auf der Laundrette. Ich fand es lustig, vor allem die Szenen in der Laundrette.

Wir sind jetzt dabei zu packen, denn morgen müssen wir die Kabine wechseln. Noch haben wir nicht einmal die Karten für die neue Kabine, aber nachdem das gestern mit dem Anzug geklappt hat, klappt's mit den Kabinenkarten ja vielleicht auch noch!

Anmerkungen von Dörte:

In der Kunstgalerie gibt es u.a. Kunstdrucke von Tom Butler:

Bitte die Lion King Werbung genau ansehen!


Freitag, 25. April 2025

Matinee

Gestern Abend spielten "The Revolvers" und brachten "Sound of the Sixties" auf die Bühne. Das hat uns super gefallen, neben Medleys der Superhits von den Rolling Stones und den Beatles waren auch Titel vieler anderer Bands aus dieser Zeit zu hören, z. B. von Gerry and the Pacemakers und The Monkees.

Heute war für uns die Passkontrolle durch die UK, die an Bord durchgeführt wurde. Eigentlich wäre unser Deck erst am Nachmittag dran gewesen, aber da wollten wir zum Musical. Frecherweise haben wir uns in die Vormittagskontrolle reingeschmuggelt, was absolut kein Problem war. Es hat nicht einmal 10 Minuten gedauert.

Zu Mittag haben wir uns noch einmal mit den Geocachern Sue und Dan zu einem gemeinsamen Lunch im Lions Pub getroffen. Sie gehen übermorgen in Southampton von Bord und werden Sues Schwester in Schottland besuchen, bevor sie nach Iowa zurückkehren. Sie haben uns zu sich nach Hause eingeladen und wir haben sie auch eingeladen, uns einmal zu besuchen. Das klingt für uns nach einem neuen Projekt, Caches in allen Staaten der USA zu finden - aber sicher nicht mehr in diesem Jahr!

Um 14:15 gab es dann eine zweite Matinee der Show, die ich gestern verpasst hatte: I wish my life were like a musical. Diese Show lief auch schon am Londoner Westend, sie dauerte daher mit 75 Minuten auch deutlich länger als die üblichen Abendshows. Es wurde in mehreren einzelnen Songs dargestellt, was man als angehender Musicalstar so erlebt und was bei Aufführungen alles schief gehen kann. Besonders lustig waren die Songs über den fehlenden Ton am Piano und der darauf folgende spontane mehrfache Wechsel der Tonart, die Darstellung von Ablenkungen im Zuschauerraum (Husten , Rascheln, Smartphone benutzen, auf Klo gehen usw.) und die Probleme beim Bühnenkuss, wenn der Partner Mundgeruch hat. Aufgrund des Englischen haben wir nicht alle Gags verstanden, aber doch genug, um großen Spaß zu haben.

I wish my life were like a musical

Wir freuen uns jetzt auf die letzten Tage und auch schon ein bisschen auf Zuhause.

Anmerkungen von Dörte:

Unsere Tischnachbarin hat tatsächlich mehr als 500,-- Dollar für zwei Behandlungen im Schönheitssalon ausgegeben: Hautdiagnose, Massagen und Mikroinfusionstherapie. Ein Schnäppchen!

Habe ich nicht besucht!

Donnerstag, 24. April 2025

Kein Meisterwerk

Heute früh habe ich ausgeschlafen und meine Deckrunden erst um 9:30 Uhr begonnen. Die Vorträge am Vormittag waren nicht so interessant und ich habe die Zeit genutzt, um die Logs für die gestern gefundenen sieben Geocaches zu schreiben. Darunter waren ja vier Earthcaches und ein virtueller Cache. Für diese Cachetypen muss man Antworten ermitteln und an den Cache-Owner senden, bevor man den Cache als gefunden loggen darf. Ich habe fast zwei Stunden am Computer gesessen - unter anderem deshalb, weil ich ein Bild malen sollte.

Ist kein Meisterwerk geworden!

Die Vorlage aus der Natur

Nach dem Mittagessen habe ich mit Dörte eine Go-Partie mit acht Vorgabesteinen nur knapp verloren. Danach wollte ich um 14:15 Uhr eine Musicalvorstellung besuchen, aber dafür war es leider zu spät, denn wirklich alle Plätze im Theater waren schon besetzt. Es gab I wish my life were like a musical, das hätte ich mir gerne angesehen. Vielleicht kommt es ja nochmal bis Southampton. Stattdessen habe ich dann mit Dörte am Pool Streitpatience gespielt - immerhin erzielte ich ein Unentschieden. 

Danach war ich noch beim Pubquiz als Teil eines internationalen Teams aus Australien, den USA und Deutschland. Zusammen hatten wir 12 von 20 Fragen richtig. Keiner von uns wusste, wo der Muffin Man wohnt oder wer im Original-Cartoon Danger Mouse die Stimme geliehen hat. Naja, gleich vier Teams hatten alle Fragen richtig …

Anmerkungen von Dörte:

Heute ist Donnerstag, also Perry Rhodan Tag! 

Habe auf Deck gelesen, bis die Cocktailparty begann - zu der wir dieses Mal nicht eingeladen waren. Habe aber vom oberen Deck sehen können, dass wieder die gleiche (wahrscheinlich die selbe) Torte gebracht wurde und dass der Sekt schon eine halbe Stunde vorher eingeschenkt wurde. Der kann nicht mehr geschmeckt haben.