Montag, 31. März 2025

Innertropische Konvergenzzone

Heute sah das Meer merkwürdig aus, es war ruhig und überhaupt nicht durch den Wind aufgewühlt. Trotzdem gab es leichte Schiffsbewegungen durch eine langwellige Dünung. Der Kapitän erklärte das in seiner Mittagsbotschaft: Wir befinden uns in der innertropischen Konvergenzzone, einem Wolkenband rund um den Globus in Äquatornähe, wo die Passatwinde aufeinandertreffen. Diese Zone zeichnet sich durch lange Phasen von Windstille aus - die Segelschiffe haben sie früher gefürchtet. Ihnen drohte bei zu lang andauernder Windstille, dass der Proviant ausgeht. Gleichzeitig ist es extrem schwül, weil die Luft das Wasser aufnimmt. So viel wie heute habe ich auf der ganzen Reise noch nicht geschwitzt, obwohl es nur 29 Grad warm ist. Es soll auch plötzlich auftretende heftige Gewitter geben - davon sind wir bisher verschont geblieben.

Spiegelglatte See


Gestern Abend wurde eine Show gezeigt, die wir in Australien schon gesehen hatten. Wir haben daher stattdessen bei der Übertragung des Viertelfinals des englischen Fußball-Pokals zwischen Bournemouth und Manchester City zugesehen. Das war quasi vor unserer Kabinentür, auf der Großleinwand beim Swimmingpool.
Fußball gucken auf dem Pooldeck

Heute habe ich mir nur den Vortrag von Flugkapitän Rigby angehört. Diesmal ging es um die Abstürze der Boeing 737-MAX und die Ursachen und Hintergründe. Dass für diese Unglücke niemand juristisch zur Rechenschaft gezogen wurde, ist ein echter Skandal. Boeing baute ein Maneuvering Characteristics Augmentation System (kurz: MCAS) in diese Maschinen ein. Die neuen und leistungsfähigeren Turbinen, die auch im Airbus NEO verbaut wurden, waren für die Montage unter dem Flügel bei einer Boeing 737 zu groß im Durchmesser. Deshalb wurden sie etwas vorgezogen und leicht erhöht an die Flügel gesetzt. Im Windkanal stellte man dann fest, dass bei einem zu steilen Anstellwinkel die Strömungen über der Turbine abreißen konnten, weshalb zur Vermeidung dieser Situation das MCAS eingebaut wurde. Das Problem war, dass man es weder der Aufsichtsbehörde FAA vorstellte noch in die Schulungen und Dokumentationen für die Piloten aufnahm. Das Argument sollte bestehen bleiben, dass man Piloten für die 737-MAX nicht umschulen müsse. Boeing wusste davon, dass es Probleme geben könnte, aber das Management blieb bei der Richtlinie, kein Wort von MCAS zu sagen! Und zum allergrößten Problem wurde es dann, dass das MCAS selbst schlecht konzipiert war: Es stützte sich nur auf die Messdaten eines einzigen Sensors und es hörte nicht auf, die Nase des Flugzeugs nach unten zu drücken, auch wenn der Pilot eingriff.

Dass die Piloten keine Chance hatten, erklärte uns Kapitän Rigby mit einem Experiment: Wir sollten den Sessel des vor uns sitzenden Zuschauers an der Lehne heftig durchschütteln, während auf dem Bildschirm Fehlersignale aufliefen und der Vortragende die Vielfalt an gleichzeitig eintreffenden akustischen Warnsignale nachmachte. Dabei sollten wir alle von 100 bis Null rückwärtszählen. Das hat keiner geschafft …

Anmerkungen von Dörte:

Zuerst aufgefallen sind mir kleine Kreise auf dem spiegelglatten Wasser. Hab dann genauer hingesehen und es waren fliegende Fische. Mein Eindruck war, dass sie teilweise wie Flummis wieder abgehoben haben. Ich hab immer gedacht, die springen halt so aus dem Wasser und fallen zurück - aber das sind echte Strecken, die sie zurücklegen können. War toll anzusehen.

Technische Anmerkungen: 

Morgen sind wir mit der Zeitzone auf GMT+5. Durch die Umstellung auf Sommerzeit in Deutschland ist es dann hier nur noch drei Stunden später.

Sonntag, 30. März 2025

Noch mehr Cola gekauft!

Gestern Abend trat im Royal Theatre die irische Sopranistin Emer Barry auf. Mit einer wirklich tollen Stimme trug sie Opernarien, irische Volkslieder und Gassenhauer wie "Time to say Goodbye" vor und bekam dafür stehenden Applaus. 

Heute habe ich vor dem Mittagessen meinen Fehler von gestern ausgebügelt und zwei weitere Kisten Cola auf die Kabine geordert. Das verkaufende Crew-Mitglied kannte meine Kabinennummer noch auswendig …

3 Kisten in der Kabine

An Vorträgen habe ich heute nur den von Flugkapitän Rigby besucht. Diesmal ging es um die Concorde, die hätte er sicher mal selber gerne geflogen. Dafür war er aber zu groß, er hätte nicht auf den Pilotensitz gepasst. Er berichtete von immer neuen Herausforderungen, die die Entwicklung sehr verteuerten. Von der finanziellen Größenordnung her ist das vergleichbar mit der Elbphilharmonie. Eine besondere Herausforderung ergab sich durch die Deltaflügel: Sie sind notwendig, damit im Überschallflug genügend Auftrieb erzeugt wird. Bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten muss für einen sicheren Flug aber der Schwerpunkt verlagert werden. Dies erreicht man durch Umpumpen von Kerosin in andere Tanks in den Deltaflügeln.

Die Briten und die Franzosen wollten übrigens wegen der hohen Kosten die Entwicklung einstellen. Vertraglich war in dem Fall vorgesehen, dass der Rückziehende dem anderen Partner dafür die bisherigen Kosten erstatten müsse. Da hat man dann lieber weiterentwickelt und noch mehr Geld versenkt.

Das Unglück von Paris wäre wohl vermeidbar gewesen, denn dass Reifen platzen und dabei das Flugzeug beschädigen, ist vorher bereits 27 Mal aufgetreten. Nur sind keine dieser Beschädigungen vorher gefährlich geworden. Der Sargnagel waren aber die Terroranschläge vom 11. September 2001. Durch den Anschlag auf das World Trade Center in New York sind einerseits 40 Vielflieger auf einen Schlag gestorben und gleichzeitig gab es einen allgemeinen Rückgang der Fluggastzahlen. Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs mit der Concorde hat sich daher wirtschaftlich nicht mehr gelohnt.

Gestern habe ich gar nicht über die Go-Partie berichtet: Dörte hatte mit 7 Vorgabesteinen souverän gewonnen. Ich konnte dann heute in einer Partie mit 6 Vorgabesteinen die alten Verhältnisse wiederherstellen.

Anmerkungen von Dörte: 

Jan hat den Vortrag über plastische Chirurgie gar nicht besucht. Warum ihn das nicht interessiert hat?????

Samstag, 29. März 2025

Sonderangebot für Diet Coke!

Manchmal lösen sich ja Probleme von selbst: Heute wurden auf dem Pooldeck Kisten zu 24 Miniflaschen Diet Coke verkauft - für 15 US-Dollar. Da kommt dann noch 2,25 US-Dollar Service-Gebühr dazu, aber auch dann ist das ein Preis der beim Bruchteil des Bar-Preises und nur knapp über der Selbstversorgung an Land liegt. 

Diet-Coke im Sonderangebot

Hinterher habe ich mich allerdings ein wenig geärgert, dass ich nicht gleich drei Kisten bestellt hatte. 24 Flaschen sind ja nur 4,8 Liter - damit komme ich nicht bis nach Hamburg … Die Kiste wurde übrigens ganz bequem auf die Kabine geliefert. 

Gestern Abend sind in der Show die Tap Step Brothers aufgetreten. Es war eine Zwei-Mann-Show mit Steptanz, sowohl Musical-Nummern als auch irische Tänze. Die Integration mit der Video-Wall im Hintergrund war gelungen, wie z. B. mit dem Film "Happy Feet", wo sie als Pinguine verkleidet zwischen lauter Trickfilm-Pinguinen tanzten.

Heute habe ich weitere Vorträge gehört: Keith Hockton berichtete über Kriege in Malaysia ab dem zweiten Weltkrieg. Bei Ausbruch des Krieges bestand Malaysia aus britischen Kolonien  und es blieb friedlich bis zur Invasion der Japaner. Die begann am selben Tag wie der Angriff der Japaner auf Pearl Harbour. Auf der Insel Penang - genau wo wir vorgestern waren - haben die Briten die Insel in einer geheimen Nacht- und Nebelaktion evakuiert. Dummerweise beließen sie den Union Jack auf dem Fort, was zu weiteren unnötigen Bombardements und ungefähr 5000 Toten unter den verbliebenen Asiaten führte. 

Keith Hockton berichtete auch von einzelnen Heldengeschichten aus dieser Zeit an den Beispielen von Doris van der Stratten und Freddie Spencer Chapman  Bemerkenswerte Geschichten, wer mehr wissen will, folge bitte den Links.

Nach dem zweiten Weltkrieg gab es zwei weitere Kriege hier: Von 1948 bis 1960 gab es einen Guerilla-Krieg der Briten gegen die kommunistische MNLA. Man nannte es nicht Krieg, sondern Malayan Emergency - damit die Versicherung Schäden bezahlt. Malaya, der Vorgängerstaat von Malaysia wurde 1957 unabhängig, aber die Briten hatten noch die Kolonien Nord-Borneo und Sarawak. Diese Kolonien, ebenso wie Brunei und Singapur, sollten 1963 in den neuen Staat Malaysia integriert werden. Indonesien beanspruchte diese Gebiete aber für sich und daraus entstand 1963 der Konflikt Konfrontasi, der 1966 mit einem Friedensvertrag endete. 

Im zweiten Vortrag berichtete Flugkapitän Rigby über die Entwicklung von Überschallflugzeugen. Unter anderem erwähnte er Jacqueline Cochran, die als erste Frau der Welt die Schallmauer durchbrach. Sie hält immer noch mehr Bestleistungen als jeder andere Flieger, ob Mann oder Frau.

Der dritte Vortrag erzählte die Geschichte von Mary Bryant. Sie wurde als Strafgefangene mit der First Fleet nach Australien deportiert. Sie war eine der ersten, denen von dort eine Flucht gelang. Dazu war eine Seefahrt in einem offenen Boot über 3000 Meilen bis nach Ost-Timor nötig. Das ist ziemlich genau dieselbe Strecke, die der ausgesetzte Kapitän Bligh von der Bounty zurücklegte - nur war der ein ausgebildeter Seemann und Navigator!

Der vierte Vortrag war auf Deutsch und wurde von dem Zeit-Journalisten Stephan Lamby gehalten. Er versuchte, die Bedeutung von Trumps Wahlsieg für Europa zu ergründen. Kurz zusammengefasst: Es sieht überhaupt nicht rosig aus. Trump ist ein Geschäftsmann, der in Putin einen potentiellen Handelspartner sieht und dem Europa ziemlich egal ist. Stephan Lamby sah nur einen winzigen Lichtblick darin, dass Europa unter dem äußeren Druck stärker zusammenwachsen könnte.

Anmerkungen von Dörte:

Jan hat vergessen zu erwähnen, dass die Tap-Brothers heute einen Workshop angeboten haben - im Stepptanz natürlich. Wir haben kurz überlegt, aber dann doch nicht daran teilgenommen. 

Ich habe heute meine Stickerei fertiggestellt. 

Das muss jetzt nur noch zu einem Kissen verarbeitet werden. 

Ich war bei den letzten Stichen, als ein Herr vorbeikam und meinte: „Oh, das ist ja ein Gerda Bengtsson Muster. Möchten Sie mal meine Stickmuster sehen?“ Und dann hat er mehrere Arbeiten vorbeigebracht, an denen er parallel arbeitet. Darunter war eine große Tischdecke, an der er schon seit 20 Jahren arbeitet und bei der nur noch der Hohlsaum fehlt. Hab leider vergessen ein Foto zu machen, aber das war eine prachtvolle Arbeit. Wir haben dann noch ein wenig fachgesimpelt.

Freitag, 28. März 2025

Endlich wieder Seetage

Nach vier Hafentagen direkt hintereinander sind wir froh, jetzt einige Seetage zum Erholen zu haben. Da wir heute nicht früh aufstehen mussten, gingen wir gestern zur Show. Es spielte E. Sarah Carter, die irische Foklore auf der Violine in witziger Art und Weise präsentierte. Danach ging es noch zum Pubquiz mit dem schlechtesten Ergebnis, das wir jemals hatten. Selbst die Sieger hatten nur 6 von 12 Fragen und die Bonusfrage richtig.

Heute Nachmittag habe ich die Verhältnisse im Go wieder gerade gerückt: Ich gewann nacheinander Vorgabepartien mit vier, fünf und sechs Steinen. Dörte bestand darauf, auch noch eine weitere Partie mit sieben Vorgabesteinen zu spielen. Die ging dann nach hartem Kampf unentschieden aus. also wird es morgen erneut eine Partie mit sieben Vorgabesteinen geben.

Dörte: "Ich will spielen!"

Vorher hatte ich mir vier Vorträge angehört. Es begann mit einer Hafen-Präsentation für Port Louis auf Mauritius. Normalerweise gucke ich mir die Hafenpräsentationen auf dem Kabinenfernseher an, aber für Penang wurde sie dort nicht zur Verfügung gestellt. Insgesamt macht es auf dem Schiff den Eindruck, als ob viel Personal gewechselt hat und einige Abläufe erst noch eingeübt werden müssen. Ich habe jetzt eine erste Vorstellung davon, was uns in sechs Tagen erwartet.

Der zweite Vortrag wurde von Sam Cox, dem Leiter der Kunstgalerie an Bord, gehalten. Er erzählte über berühmte Kunstdiebstähle und das war sehr unterhaltend. Er berichtete unter anderem vom größten Kunstdieb aller Zeiten, Stéphane Breitwieser, der insgesamt 239 Kunstwerke aus 172 Museen gestohlen hat. Oder davon, wie eine ausgelobte Belohnung von 2 Millionen m&m bei der Wiederbeschaffung des gestohlenen Bildes "Der Schrei" geholfen hat. Zum Schluss warnte er uns, dass in seiner Galerie an Bord Kameras installiert seien und er uns jetzt ja alle kennen würde ...

Der dritte Vortrag war von Flugkapitän Rigby über das verschollene Flugzeug MH370. Darüber gibt es eine Netflix-Dokumentation mit mehreren Folgen, die ich mir vor ein paar Monaten angesehen hatte. Wirklich aufklären konnte Kapitän Rigby das Geheimnis natürlich auch nicht. Er gab aber einige Einschätzungen ab, z. B. dass die Ermittlung der potentiellen Flugkorridore über den Doppler-Effekt einfach keinen Beweiswert hätte, das Flugzeug hätte überall sein können. Die Funde angeschwemmter Trümmerteile hält er möglicherweise für fingiert und fragte sich, wer Interesse daran haben könne. Besonders verdächtig sei eine fehlende Seriennummer an einem großen Trümmerteil. Aus seiner Sicht ist die wahrscheinlichste Möglichkeit, dass das Flugzeug aus irgendeinem Grund, z. B. wegen eines Feuers an Bord, umgekehrt ist, um so schnell wie möglich zu landen. Es war Nacht und bei gestörter Kommunikation kann ein solches Flugzeug versehentlich als Angreifer betrachtet werden. Er hält es für möglich, dass die malayische Flugabwehr das Flugzeug abgeschossen hat, man dies aber aus politischen Gründen nicht zugeben will. Aber auch das ist spekuliert, er hofft darauf, dass es noch einmal eine richtige Aufklärung gibt.

Der letzte Vortrag war von Wolfgang Lechner, einem Journalisten bei der Zeit. Er stellte Seemannslieder mit Musik- und Textbeispielen vor und beschäftigte sich damit, was sie uns über die Sehnsucht nach dem Meer und das Leben an Bord erzählen. Er begann mit der Version von La Paloma von Hans Albers im Film Große Freiheit Nr. 7 von 1944. Unter anderem wegen diverser Textstellen in La Paloma (siehe Bild) wurde die Aufführung des Films in Nazi-Deutschland verboten.

Diese Stellen haben der Zensur nicht gefallen ...

Zu La Paloma wurde noch berichtet, dass Kaiser Maximilian I. von Mexiko von einer Ursprungsversion von La Paloma so begeistert gewesen sei, dass er darum gebeten habe, dieses Stück vor seiner Erschießung noch einmal hören zu dürfen. Ob der Wunsch erfüllt wurde, ist nicht bekannt. Das Lied wurde aber bei der Ausschiffung seines Leichnams in Triest gespielt und dies sollte die letzte Aufführung dieses Liedes auf einem österreichischen Schiff gewesen sein. Angeblich hält man sich heute noch daran

La Paloma ist eine Habanera, eine Musikform aus dem 19. Jahrhundert aus Kuba. Ein weiteres Beispiel ist die Arie Habanera aus Carmen. Neben den Habaneras wurden noch Shanties zum Arbeiten (gemeinsam Ziehen und Drücken) und Shanties für die Freizeit (Homeward Bound etc.) vorgestellt.

Anmerkungen von Dörte:

Fast hätte ich heute die Stickerei fertig gehabt - wenn ich mich nicht verzählt hätte. Also alles wieder aufgemacht. Zusammen mit drei verlorenen Partien also ein klein wenig deprimierend. Naja, wir haben noch mehr Seetage. 

Technische Anmerkungen: 

Seit heute sind wir mit der Uhrzeit auf GMT+7, also Deutschland nur noch 6 Stunden voraus.

Donnerstag, 27. März 2025

Penang / Georgetown

Heute haben wir in Georgetown auf der Insel Penang angelegt. Die Metropolregion von Georgetown ist mit 2,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte in Malaysia hinter Kuala Lumpur. Davon merkt man aber in der Nähe des Kreuzfahrtterminals wenig, denn dort befindet sich die Altstadt. Sehr praktisch, man braucht kein Taxi und keinen Shuttlebus. Trotzdem nerven einen die Taxifahrer am Ausgang und wollen einem eine Inselrundfahrt verkaufen. Wir aber wollten erst einmal Caches suchen. Den ersten Cache fanden wir gleich am hübschen Uhrenturm, der zu Queen Victorias 60-jährigem Kronjubiläum gebaut wurde.

Betelnuss-Brunnen und Uhrenturm

Wir gingen dann zur Pinang Peranakan Mansion, einem Haus sehr reicher Leute mit chinesischer Herkunft. Man könnte auch sagen: Einem Haus von Clan-Chefs. Vielfach haben frühe chinesische Einwanderer malayische Frauen geheiratet - das ist die Bedeutung der ethnischen Gruppe Peranakan oder Baba-Nyonya. Das Haus ist heute ein Museum und sehr edel eingerichtet. Intarsienarbeiten findet man überall, die Räume sind zahlreich, groß, hoch und stets mit antiken Möbeln ausgestattet. Es ist einfach alles sehr prachtvoll - das kann man Reichtum nennen!

Wir warten auf die Führung durchs Museum

Roter Salon

Wir haben uns auch wieder einen Adventure Lab Cache ausgesucht, diesmal zum Thema Street Art des Künstlers Ernest Zacharevic. Der hat Wandmalereien gestaltet, die fließend in reale Gegenstände übergehen. Das lädt geradezu dazu ein, witzige Fotos zu machen.

"Brother and Sister on a Swing"

"2 Kids on a Bicycle"

Das nächste Ziel war Leong San Tong Khoo Kongsi, ein ganzes historisches Stadtviertel, gebaut von einem chinesischen Clan, der seit dem 17. Jahrhundert Handel in der Straße von Malakka trieb. Im Zentrum des Viertels steht ein großer gut erhaltener Tempel.

Leong San Tong Khoo Kongsi

Im Obergeschoss des Tempels gibt es neben dem großen zentralen Raum noch zwei kleinere Räume, in denen alle jetzigen und ehemaligen Clanmitglieder auf Bronzetafeln erwähnt werden, sobald sie einen Universitätsabschluss haben. Genau verstanden habe ich den Grund nicht.

Ehrung für Universitätsabschlüsse?

Auf dem Weg zurück zum Schiff kamen wir noch an der Kapitän Kling Moschee vorbei. Diese Moschee war allerdings für eine Stunde für Besucher gesperrt, um die Gebete nicht zu stören.

Kapitän-Kling-Moschee

Diesmal hat es übrigens mit dem umgetauschten Geld super geklappt: Es drohten nur 11 Ringit übrigzubleiben, die ich am Hafen noch in 3 Liter Cola Zero umsetzen konnte. Jetzt folgen sechs Seetage, Dörte freut sich schon aufs Ausschlafen.

Anmerkungen von Dörte:

Jan ist mit mir Eisessen gewesen (er hatte ausnahmsweise nicht vorher gecheckt, wie teuer eine Kugel ist😀) und ich habe Vanilleeis bestellt. Das wurde mit Blattgold geschmückt. 

Und im Tempel - der übrigens als Drehort für „Anna und der König“ diente - fiel mir eine Verbotstafel auf: „visitors are strictly not allowed to roll the granite ball in the mouth of the lion!“ Die waren mir vorher nie aufgefallen, aber jetzt musste Jan mich wegziehen. Bin ganz unglücklich, ich weiß nun nicht ob sie tatsächlich beweglich sind.😭

Ist die Kugel im Maul beweglich?

Karte:

Mittwoch, 26. März 2025

Port Klang - Batu Caves

Heute haben wir wieder einmal Erinnerungen von unserer Weltreise 2018/2019 aufgefrischt. Die Batu Caves haben wir damals von Kuala Lumpur aus besucht und wir wollten sehen, ob sie immer noch so beeindruckend sind.

Statue des Gottes Lord Murugan

Wir sind wieder mit unseren Tischnachbarn Monica und Salvo unterwegs gewesen und haben uns die Taxikosten geteilt. Am Ausgang des Kreuzfahrtterminals war ein Taxi-Schalter, der offensichtlich das Monopol zum Vermitteln von Taxis hatte. Der Preis war 340 Ringit (etwa 70 Euro) für Hin- und Rückfahrt. Das war zwar etwas mehr, als wir erwartet hatten, aber Handeln war dort nicht möglich. Gut, dass ich am Wechselschalter meine Singapurdollars in Ringits tauschen konnte, denn zusammen mit Salvos Restgeld von der letzten Kreuzfahrt (er war zum vierten Mal hier) reichte es gerade. 

Vor dem Königspalast

Wir machten auf dem Hinweg einen Fotostop beim Nationalpalast. Dies ist eine der offiziellen Residenzen des Königs von Malaysia. Unser Fahrer erklärte uns, dass der König immer für 5 Jahre gewählt wird. Dabei kommt ein Rotationsprinzip zum Einsatz, damit jede der neun monarchischen Regionen einmal den König stellt. Da es sich um eine konstitutionelle Monarchie handelt, hat der König im Wesentlichen repräsentative Aufgaben.

Dörte beim Wachposten

Als nächstes wollten wir zu einem Geldautomaten. Der erste, den wir ansteuerten, wollte aber nur American Express Karten akzeptieren. Erst an den Batu Caves konnten wir uns mit malayischem Geld versorgen. Auf der Rückfahrt bemerkten wir dann den Geldautomaten am Kreuzfahrt-Terminal ...

Die große Statue des Kriegsgottes Lord Murugan (siehe oben) war wieder sehr beeindruckend. Beeindruckt war vor allem Salvo auch von der Treppe. Nicht von den hübschen bunten Stufen, sondern von der schieren Anzahl an eben diesen. Er fragte sich, welcher Teufel ihn geritten hätte, nach Vietnam noch einmal eine so steile Treppe besteigen zu wollen. Aber wenn man schon mal hier ist, dann will man auch hoch.

Salvo und Monica sind schon oben!

Auf dem Weg nach oben haben wir viele Makaken gesehen, der sich gerne mit Bananen füttern ließen. Smartphones, Getränkeflaschen und sonstiges loses Zeug hatten wir sicher verstaut, damit nichts stiebitzt werden konnte. Unangenehme Erfahrungen haben wir nicht gemacht, die Tiere haben Abstand gehalten.

Affen auf dem Treppengeländer

Oben geht es ein paar Stufen wieder hinunter in die große Halle. Dort steht ein weiterer Tempel. So wie ich es verstanden habe, ist dies die heiligste Stelle in dem Komplex.

Tempel in der Haupthöhle

Anschließend kann man nochmal wieder etwa 50 Stufen hochsteigen und steht dann plötzlich wieder unter freiem Himmel. Hier muss die Höhle vor langer Zeit eingestürzt sein und das Tageslicht scheint von oben herein. Auch hier gibt es einen weiteren Tempel und einige Andachtsstellen. An einer entdeckte ich eine Figur, die fast wie Maria mit Kind aussieht.

Erstaunliche Ähnlichkeit mit
einer Marienstatue, oder?

Auf dem Weg nach unten haben wir noch einen Adventure Lab Cache absolviert. Wir hatten diesen Lab Cache am Anfang vergessen und befürchteten nun, erneut alle Stufen hochsteigen zu müssen. Das war zum Glück nicht nötig, weil der Ersteller des Lab Caches die Entfernungen für das Freischalten der Fragen sehr großzügig gesetzt hatte. 

Unsere letzte Aufgabe war der Besuch der Ramayana-Höhle. Das Ramayana ist ein bedeutendes hinduistisches Volksepos, die Geschichte vom Prinzen Rama und der Prinzessin Sita. Wir hatten Monica und Salvo beim Frühstück davon erzählt und sie wiesen uns auf erstaunliche Parallelen zur Odyssee hin. In der Höhle sind viele Elemente der Geschichte mit lebensgroßen Figuren nachgestellt. Ich fand es wieder sehr beeindruckend.

Rama spannt den Bogen und gewinnt Sita zur Frau

Der Riese Kumbhakarna soll geweckt werden, um in die
Schlacht einzugreifen. Er erwacht erst, als 1000
Elefanten über ihn gelaufen sind.

In der Ramayana-Höhle war es schön kühl, aber trotzdem gönnten wir uns vor der Rückfahrt mit dem Taxi noch ein Eis. Salvo und ich nahmen jeweils eine normale Eistüte, aber Monica und Dörte waren mutig und probierten ein Durian-Eis. Am Foto erkennt man deutlich, wem es geschmeckt hat und wem nicht!

Wem hat das Durian-Eis wohl geschmeckt?

Die Fahrt zurück zum Hafen war problemlos. Dort haben Dörte und ich noch einen Virtual Cache und einen weiteren Adventure Lab Cache gemacht. Es war für einen Hafentag erstaunlich erholsam, ich musste sogar noch zwei Runden an Deck drehen, um auf meine täglichen 10000 Schritte zu kommen.

Anmerkungen von Dörte:

Die Pferde beim Palast werden von drei großen Ventilatoren gekühlt. Außerdem habe ich einen Schlauch gesehen, der offensichtlich auch genutzt wurde und Touristen dürfen nicht streicheln. Also keine Sorgen! 

Beim Öffnen der Eispackung habe ich erst nach dem Mülleimer geguckt. „Da muss doch ein nicht geleerter Einer in der feuchten Hitze vor sich hin mucheln!“ Aber nein, es war Durian!

Karte:

Dienstag, 25. März 2025

Singapur, 2. Tag

Für heute hatten wir uns die Insel Sentosa vorgenommen. Dafür hatten wir vor sechs Jahren keine Zeit und auf der Insel sollte es jede Menge Attraktionen geben. Nicht dass wir unbedingt in einen Universal Studio Park wollten, aber es gibt dort z. B. auch Strände und den südlichsten Punkt von Kontinental-Asien. Naja, ein bisschen geschummelt ist das schon, weil Singapur natürlich schon eine Insel ist. Man muss also die Brücken mitzählen. Aber auch dann ist es nicht der südlichste Punkt auf Sentosa, wo der Aussichtsturm steht. Aber egal, ich liebe Aussichtstürme und Superlative!

Südlichster Punkt Kontinentalasiens

Hurra, ein Aussichtsturm!

Dieser Aussichtsturm war auf einer kleinen vorgelagerten Insel, die über eine Hängebrücke erreichbar war. Ich hatte mir extra die Badehose untergezogen, weil ich am Strand schwimmen wollte. Dörte war skeptisch wegen Quallen und Haien, aber es war eine ziemlich geschützte Bucht. Der Kompromiss war, dass ich von der vorgelagerten Insel zum Strand und wieder zurück schwimmen durfte, insgesamt etwa 40 Meter. Das war herrlich, aber ein bisschen zu kurz. Dörte hat nur mal ihre Füße nass gemacht, das Umziehen war ihr zu umständlich.

Dörte am Strand

Danach haben wir einen Adventure Lab Cache gemacht, der uns einige Attraktionen von Sentosa gezeigt hat. Die erste war KidZania Singapur - da durften wir ohne die Begleitung von Kindern nicht hinein. Wieso man eine Maschine von Malaysian Airlines so dargestellt hat, als ob sie in das Gebäude geflogen ist, hat sich mir nicht erschlossen.

Flugzeug in KidZania

Beeindruckend fanden wir die Riesenschaukel. Dörte hatte sich sogar bereits entschlossen, es auch mal zu versuchen. Sie war aber falsch angezogen und hätte sich erst eine Hose kaufen müssen.

Riesenschaukel

Der Adventure Lab Cache führte uns am Ende zu einem Skywalk, der zum Fort Siloso führt. Die Aussicht von diesem Skywalk auf Sentosa war grandios, ebenso auf die Hochhäuser auf der westlichen Seite Singapurs. Unsere Aussichtsplattform von gestern konnten wir von dort allerdings nicht sehen.

Siloso Beach mit Seilbahnstation
und Bungee-Turm im Hintergrund

Das Fort Siloso haben wir nicht mehr besichtigt, es soll dort ausgedehnte Tunnelsysteme geben. Stattdessen haben wir uns entschlossen, mit der Seilbahn zur Hauptinsel zurückzufahren. Wir waren überrascht, dass es ein ganzes Netzwerk von Seilbahnen gibt und wir einmal umsteigen mussten. Die Seilbahn wird extrem hoch über den Kanal zwischen den Inseln Sentosa und Singapur geführt, was wiederum fantastische Ausblicke ermöglichte.

Ein Kreuzfahrtschiff im anderen Hafen: Star Voyager

Seilbahnstation im sechsten Stock eines Hochhauses

Spontan haben wir uns entschlossen, mit der Seilbahn noch weiter zu fahren und nicht bei der Haltestelle Harbourfront auszusteigen. Dann kommt man zum Mount Faber, allerdings gibt es dort außer Seilbahnstation, Restaurants und schönen Ausblicken rein gar nichts.

Ausblick vom Mount Faber

Wir mussten daher zu Fuß absteigen auf dem Marang-Trail. Der war schön angelegt, führte durch den Regenwald und hatte natürlich viele Treppenstufen bergab. Dörte Knie waren davon nicht begeistert …

Marang-Trail durch den Regenwald

Zurück ging es dann problemlos mit der U-Bahn und Dörte war froh, sich ausruhen zu können. Ich versuchte mich noch beim Pubquiz, diesmal mit Louise und Michael, die gerade zugestiegen waren. 14 richtige Antworten bei 20 Fragen, das ist neuer Rekord für mich.

Anmerkungen von Dörte:

Die Metro, die hier MRT heißt (um Jans Korrektur zuvorzukommen), hat hier deutlich niedriger hängende Haltegriffe. Für mich gut, weil ich die endlich mal vernünftig nutzen kann. Für Jan nicht so, weil er sich daran häufig den Kopf stößt. 

In der Metro habe ich immer einen „Agathe Bauer Moment“ - ihr wisst schon: wenn man „I got the power“ als „Agathe Bauer“ missversteht. In der chinesischen Version der Durchsage höre ich immer „happy happy platform“. Keine Ahnung, was es tatsächlich bedeutet.

Karte:

Montag, 24. März 2025

Singapur, 1. Tag

Am Kreuzfahrerterminal wurden wir gleich mit Trommeln und Drachen begrüßt. Das Terminal ist modern und trotz (oder wegen?) automatisierter Passkontrolle ging es erstaunlich flott. Dabei wurden sogar bei der Einreise Sicherheitsscanner eingesetzt, wie man sie vom Flughafen kennt.

Wir wurden von Drachen begrüßt

Der Shuttlebus brachte uns zum Marina Bay Sands Komplex, wo wir schnell einen Geldautomaten und eine U-Bahn-Station fanden. Für die U-Bahn konnten wir unsere Kreditkarten zum Ein- und Auschecken verwenden - das war sehr praktisch. Ruckzuck waren wir in Chinatown und kauften gleich einen Magneten und - ganz wichtig - einen Regenschirm. Es gab nämlich den ersten Regenguss des Tages und es sollte nicht der letzte bleiben.

Regen in Chinatown

In Chinatown haben wir einen Adventure Lab Cache absolviert. Hier wurden wir von der Smartphone-App zu 5 hübschen Wandmalereien geführt und mussten Fragen dazu beantworten. Google hat uns bei der folgenden Aufgabe geholfen, denn uns war die gesuchte Frucht unbekannt.

Wie heißen die roten Früchte mit kleinen Haaren
über dem Kopf von Detektiv Conan?

Hier nochmal in groß

Ein wenig weiter fanden wir plötzlich den Hindu-Tempel Sri Mariamman. Eigentlich hätten wir den ja eher im Viertel "Little India" als hier in Chinatown erwartet. Zur Besichtigung mussten wir die Schuhe ausziehen und ins Regal stellen. 

Torturm des Sri Mariamman Tempels

Im Tempel

In der Gegend haben wir dann auch noch einen traditionellen Geocache gesucht und gefunden. In Singapur gibt es über 1000 Geocaches, also war es kein Problem, schnell mal einen Cache zu suchen - nur ein Umweg von etwa hundert Metern.

Jan beim Wiederverstecken des Caches

Zum Mittagessen haben wir auf Empfehlung von unseren Freunden Ralf und Doris das Hawker-Zentrum Lau Pa Sat aufgesucht. Das ist so etwas wie "geordnetes Street Food" - ein flacher achteckiger Komplex mit vielen fest eingebauten Essenständen und dazwischen viele Hocker und Tische um zu essen. Man reserviert sich einen Platz an einem Tisch, indem man einen privaten Gegenstand darauf legt. Ein Smartphone als Platzhalter habe ich zwar nicht gesehen, aber häufig waren es Dienstausweise, die an Umhängekordeln hingen. Singapur ist ein sehr sicheres Land, da kann man das machen. Alle haben auch brav ihr benutztes Geschirr zur Abwaschküche gebracht.

Hawker-Zentrum Lau Pa Sat

Ich fand es sehr schwer, mich in diesem Hawker-Zentrum zurechtzufinden. Dörte wollte Suppe haben, aber sie sollte ja nicht zu scharf sein. Kriegt man die nun an einem Stand für indisches Essen oder chinesisches Essen? Oder beim vegetarischen Stand? Oder am Stand für Meeresfrüchte? Am Ende kam ich mit einer Schale Misu-Suppe für sie zurück, die war zwar nur Brühe, aber eben auch nicht scharf. Und sie kostete auch nur umgerechnet 70 Cent. Noch schwieriger war es, Dörte wiederzufinden, die am Tisch sitzen geblieben war. Ein einziges Gewusel war das!

Im Lau Pa Sat

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung war ein Singapore Sling in der Long Bar des Raffle Hotels. Dort wurde dieser Cocktail um 1915 erfunden. Wir haben zwar diese Leckerei vor 6 Jahren schon probiert, aber damals wurde das Raffle Hotel renoviert. Leider hat es auch dieses Mal nicht geklappt, denn vor der Bar gab es eine lange Warteschlange und wir hätten mindestens 90 Minuten warten müssen.

Hier wurde der Cocktail erfunden

Dörte hat dann im Innenhof des wirklich beeindruckenden Hotels einen Eiskaffee getrunken, während ich ihr in einer nahegelegenen Apotheke Schmerzmittel gegen ihre Knieschmerzen besorgt habe. 

Innenhof des Raffle Hotels

Es fing plötzlich richtig an zu schütten und die Sonnenschirme bogen sich unter der Last der aufgefangenen Wassermassen. Die Bedienung kam mit Regenschirmen an, um die Gäste in einen regensicheren Bereich umzuquartieren.

Sturzregen

Für 15:30 Uhr hatten wir Karten, um die Aussichtsplattform oben auf dem Marina Bay Sands Hotel zu besuchen. Das ist das "Surfbrett" auf den drei Hoteltürmen im 56. Stockwerk. Wir waren rechtzeitig da, aber die Plattform war wegen einer Gewitterwarnung gesperrt. Die Ordner sagten uns, dass wir nach 17 Uhr wiederkommen sollten. Sie würden uns dann reinlassen, auch wenn der Preis für einen Abendbesuch etwas teurer sei. Wir hatten also etwa 90 Minuten zu überbrücken. Eigentlich wollten wir in die Gardens by the Bay gehen, aber die Beschilderung war schlecht und wir sind im Expo- und Convention-Center gelandet. Beeindruckende Architektur, aber genau auf der falschen Seite des dreitürmigen Hotels, wenn man zu den Gardens by the Bays will. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und die tolle Architektur fotografiert.

ArtScience Museum in der Form einer Lotusblume

Gegenüber auf der anderen Seite der Bucht entdeckten wir Merlion, das Wahrzeichen des Stadtstaates. Unten Fisch und oben Löwe, der Name ist zusammengesetzt aus Mermaid und Lion. Für eine Fotografie mussten wir die Bucht umrunden, etwa 1,5 km Strecke. Dörte hat das bravourös durchgehalten - für ein Foto macht sie ja alles.

Ooops!

Merlion-Statue

Zurück zur Aussichtsplattform konnten wir ein Stück mit dem Bus fahren. Der Einlass war nicht ganz problemlos, weil das Ticket inzwischen ungültig geworden war. Aber mit Erklärungen hat es ohne große Diskussionen dann doch noch geklappt. Es gab keine Warteschlangen und das Wetter hatte inzwischen aufgeklart - ideale Bedingungen! Wir haben die Aussicht sehr genossen und konnten ein bisschen neidisch zum Infinity Pool rüberschauen, der nur für Hotelgäste zugänglich ist.

Aussicht aus 200 Metern Höhe

Ein neidischer Blick rüber zum Infinity-Pool

Anmerkungen von Dörte:

Ganz praktisch sind übrigens die Regenschirmtrockenstellen. An Eingängen zur Metro oder zu größeren Gebäuden sind so eine Art Trockner angebracht, die die man die Schirme ziehen soll. Dann tropft es nicht so durch die Gegend 

innen sieht es wie in der Waschstrasse aus 

Und ich habe mich geweigert, die Pose einzunehmen, die die meisten der Fotografen beim wasserspeienden Löwen einnahmen: mit offenem Mund vortäuschen, dass der Wasserstrahl in den Mund läuft. Ich habe das jetzt nicht fotografiert, aber es sah ein bisschen dämlich aus - lauter Leute mit offenem Mund und Augen zur Seite.

Karte: