Sonntag, 13. April 2025

Walvis Bay, Sandwich Harbour World Heritage Site

Für heute hatten wir eine Tour gebucht, um mit einem geländegängigen Fahrzeug nach Sandwich Harbour zu fahren. Ein Hafen ist dort schon lange nicht mehr, es ist jetzt eine Bucht unter Naturschutz. Erreichen kann man die Bucht über Sandpisten, die am Strand entlang führen.

Der Süßwassersee bei Sandwich Harbour

Da wir die Tour nicht bei Cunard gebucht hatten, waren wir darauf angewiesen, rechtzeitig von Bord zu kommen. Da die Passkontrolle an Bord erst ab 7 Uhr stattfand, mussten wir sehr früh aufstehen und standen schon um 6:10 an sechster Position in der Warteschlange. Diesmal war das auch notwendig, denn die Bearbeitung war sehr schleppend. Um 7:35 Uhr waren wir an der Gangway und dort holte uns unser Fahrer Charles ab. Auf dem Weg zum Startpunkt fuhr er uns gleich noch bei einem Cache vorbei - welch ein Service!

Erster Cache in Namibia!

Wir trafen uns mit einem zweiten Auto an der Lagune bei den Flamingo-Villas. Warum heißen die wohl so? Ja, weil man hier meist Flamingos sehen kann. Heute leider nicht, da es zu neblig war. Wir sollten später noch einmal hier vorbei kommen, aber da waren die Flamingos auch nicht zu sehen. 

An der Lagune - ohne Flamingos

Mit zwei Autos und insgesamt sieben Fahrgästen ging es los, wir waren mit unserem Fahrer allein im Auto. Zunächst ging es an Salinen zur Gewinnung von Meersalz vorbei. Da gibt es rosa Wasser wegen der gleichen Algen, die auch von den rosa Flamingos gefressen werden. Dieses Wasser soll sehr gesund sein, einmal das Gesicht damit benetzt soll man am nächsten Tag 10 Jahre jünger aussehen. Sicherheitshalber haben wir beide unser Gesicht nur einmal benetzt. Das Wasser hat einen sehr hohen Salzgehalt und fühlt sich irgendwie ölig an.

Dörte sieht morgen 10 Jahre jünger aus!

Bei den Salinen ließen wir Luft aus den Reifen, denn jetzt ging es nicht mehr nur auf festen Pisten, sondern auch durch die Sandwüste weiter. Mehrfach bogen wir vom Strand ab, um durch die hohen Dünen zu fahren. Immer wieder hielten die beiden Fahrer an und gruben Löcher, weil sie uns etwas zeigen wollten. Schließlich hatten sie doch noch Erfolg und zeigten uns einen etwa 12 cm langen transparenten Gecko. Es war ein Namib- oder Schwimmfußgecko und mit seinen großen Augen war er superniedlich!

Schwimmfußgecko

Wir fuhren weiter durch die Wüste und konnten Springböcke und Oryxantilopen sehen. Die Wüste reicht hier direkt an das Meer heran und täglich zieht hier abends feuchter Nebel auf. Das reicht an Flüssigkeit, um eine reichhaltige Tierwelt am Leben zu erhalten. Man erkennt es auch an den vielen Spuren im Sand, die praktisch überall zu sehen sind.

Springböcke

Oryxantilopen

Natürlich mussten wir auch eine Sanddüne besteigen. Ich habe es nicht bis nach ganz oben geschafft, denn es war sehr anstrengend. Mindestens die halbe Höhe ist man zwischenzeitlich wieder runtergerutscht. Dörte, die unten geblieben war, wollte gerne fotografieren, wie ich die steile Seite auf dem Hosenboden runterrutsche - das war mir aber zu steil. 

Aufstieg auf die Düne

Dörte sollte aber auch noch nach oben auf eine Düne kommen, denn zu der Aussichtsdüne bei der Bucht von Sandwich Harbour sind wir mit den Autos hochgefahren. Da konnten unsere Fahrer mal ihre Künste unter Beweis stellen!

Wüste trifft aufs Meer

Aussicht über die Bucht von Sandwich Harbour

Absteigen mussten wir dann zu Fuß und unten am Strand erwartete uns ein kleiner Imbiss. Angeblich kann man hier sicher baden, weil die Haie anderweitig genug zu fressen haben. Wir waren sicherheitshalber nur ein wenig mit den Füßen im Wasser …

Am Strand entdeckten wir noch einen Kalahari-Gemsbok und einen Seehund, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Eine Attraktion hatten die Fahrer für uns noch im Programm: Sie überraschten uns mit Hartfaserplatten, auf denen wir die steile Kante einer hohen Düne runterrutschen konnten. Dörtes Rutsch habe ich natürlich auf Video festgehalten.

Sandboarding!

Danach ging es dann zurück, teilweise mit bis zu 80 km/h. Bei der Lagune war der Nebel jetzt weg, aber die Flamingos eben auch. Wir wurden noch zu einem weiteren Cache gefahren, bevor wir an einer Shopping Mall endgültig abgesetzt wurden. Von dort ging es mit dem Shuttlebus zurück zum Schiff.

Der Cache von außen ...

... und von innen!
Bild von Cache_Lee

Der Cache war ein ganz besonderer: Es war ein vollständiger Raum. Innen war ein Bild von dem Geocaching-Maskottchen Signal an die Wand gemalt. Man konnte sich im Logbuch oder an der Wand eintragen - wir haben beides getan.

Anmerkungen von Dörte:

Bin sandig von den Haaren bis zu den Zehen! Aber glücklich!

Karte:

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