Gestern Abend haben wir unter Anleitung unseres Astronomen John Maclean noch einmal den südlichen Sternhimmel betrachtet. Mit einem Laserpointer wurden uns die verschiedenen Sternkonstellationen gezeigt. Ja, das geht wirklich mit einem Laserpointer, ich hätte es vorher nicht für möglich gehalten. Natürlich konnten wir das Kreuz des Südens entdecken und wir lernten, wie man die Südrichtung bestimmen kann, was verglichen mit dem nördlichen Sternenhimmel ziemlich kompliziert ist. Pech hatten wir allerdings mit dem Sternbild Orion im Westen, denn unser Astronom hatte zwar das Licht auf dem Deck ausschalten lassen, aber er vergaß, den Captain zu bitten, die Maschinen abzustellen. Orion war in der Rauchwolke aus dem Schornstein verschwunden. Die Sternbilder am Südhimmel stehen übrigens auf dem Kopf, genau wie der Mond. Das führt dann auch zu anderen Bezeichnungen wie zum Beispiel dem großen Kanu.
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| Neptun ist erzürnt |
Heute Mittag unterbrach Neptun persönlich die Mittagsansprache des Captains und beschwerte sich, dass wir bereits zwei Mal den Äquator ohne eine anständige Zeremonie überschritten hätten. Deshalb müssten wir alle heute um 21:30 Uhr auf dem Pooldeck erscheinen, um die Pollywogs zu Shellbacks zu machen. Damit ist wohl klar, dass heute Abend die Show für uns ausfällt ...
Die Vorträge heute waren von unserem Rechtsmediziner Dr. Chris Martin über Schadenersatzansprüche bei ärztlichen Fehlern und von unserem Astronomen über den Lebenszyklus von Sternen. Beides war interessant, aber es war nicht viel Überraschendes oder Neues dabei.
Der dritte Vortrag allerdings war ein wenig anders. Angekündigt war Charley Boorman, der über seine Touren mit dem Motorrad um die Welt berichten sollte. Meine Tochter Jana muss mich korrigieren, wenn ich falsch liege, aber Charly Boorman ist wohl so etwas wie ein britischer C-Promi. Deshalb war das Royal Theatre auch fast vollständig besetzt. Er kam nicht gleich auf die Bühne, sondern wurde unter großem Getöse 8 Minuten lang von einem britischen D-Promi vorgestellt. Die nächste Viertelstunde ging dann drauf für Anekdoten über seinen berühmten Patenonkel Lee Marvin, zugegeben ein A-Promi. Zum eigentlichen Thema sind die beiden während der dreiviertel Stunde kaum gekommen. Immerhin gab es doch noch ein paar lustige Videosequenzen zu sehen. Ich fand die Veranstaltung nicht so toll, aber das Publikum war wohl ziemlich begeistert.
Am Nachmittag habe ich mir dann meine verdiente Niederlage mit acht Vorgabesteinen im Go-Spiel gegen Dörte abgeholt. Das ist einfach eine zu hohe Vorgabe!
Anmerkungen von Dörte:
Heute habe ich einen Huggy Bear gebastelt! Nicht ganz professionell, aber mit viel Liebe.
| Wie soll er heißen? Hugo?? |

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