Das Showprogramm von gestern Abend präsentierte den "australischen Lach-Doktor", Scott Williams. Er hat uns wieder zum Lachen gebracht, wie auch schon auf der Queen Victoria im letzten Jahr.
Heute und morgen fahren wir durch die Celebessee und die Sulusee. Das ist ein Gebiet, in dem Piraterie vorkommen kann. Aus diesem Grund wird das Schiff heute Nacht verdunkelt und die Außendecks sind während der Dunkelheit gesperrt. Auf meiner Standardrunde auf Deck 3 liegen pralle Feuerwehrschläuche bereit, um Enterversuche mit Wasserstrahlen abzuwehren. Außen am Schiff hängen Banner mit der Aufschrift: "SECURITY WARNING KEEP 50 METERS AWAY" und vor allem am Heck des Schiffes gibt es Crew-Mitglieder, die mit dem Fernglas den Horizont absuchen.
| Rennen war verboten |
| Wasserkanone am Heck |
Heute früh haben wir mit Sue und Dan, den anderen Geocachern an Bord, zusammen gefrühstückt. Sie leben je nach Jahreszeit in Texas oder in Iowa. Dan schreibt auch einen Blog über die Reise, den ich sehr lesenswert finde. Wir werden zusammen in Manila nach den Rätselcaches suchen, die ich schon gelöst habe. Heute ist schließlich Pi-Tag, da hat nicht nur mein Freund Ralf Geburtstag, sondern es gibt auch ein Geocaching-Souvenir, wenn man heute, morgen oder übermorgen einen Rätselcache findet.
Der erste Vortrag heute wurde von dem Regisseur John Schindler gehalten und berichtete von der Erstellung des Dokumentarfilms "Known unto God". Es ist ein Dokumentarfilm über einen im zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten mit dem Spitznamen Spikey, der ein Mitglied von John Schindlers Surf-Lebensretter-Klub war. Niemand wusste etwas über seinen Verbleib, weil er in einer sehr geheimen Einheit diente. Das reizte den Regisseur, mehr darüber herauszufinden: Er sprach mit Familienangehörigen, fand schließlich einen Augenzeugen und am Ende wurde sogar das Grab auf einem Soldatenfriedhof in Neuguinea entdeckt, in dem Spikey begraben wurde. Die Geschichte wurde schauspielerisch nachgestellt und als Darsteller gewann er Klubmitglieder dieses Surf-Lebensretter-Klubs. Ich fand es interessant und bewegend.
Der zweite Vortrag war wieder von Andrew Jarrett, der diesmal darüber berichtete, wie es Trainern im Tenniszirkus ergeht. Das war weniger interessant als seine beiden vorangegangenen Vorträge. Die nachmittägliche Partie Go verlor ich gegen Dörte mit nur 6 Vorgabesteinen. Ich habe überzogen gespielt und haushoch verloren. Morgen muss ich aufpassen, dass es nicht peinlich wird.
Wir sind übrigens wieder nördlich des Äquators, ohne dass es eine Äquatortaufe gegeben hätte. Es gab dazu aber ein Urkunde, die in die Kabine gebracht wurde.
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| Urkunde zur Äquatorkreuzung |
Anmerkungen von Dörte:
Jan hat gar nicht geschrieben, dass er eine kleine Partie gegen eine Japanerin an Bord gespielt hat, zwei Vorgaben auf 9x9. Für mich war der Tag etwas deprimierend - irgendwo habe ich mich bei der Stickerei verzählt. Ich bin noch nicht sicher, ob ich einen Teil wieder aufmache oder ein bisschen pfusche...
Technische Anmerkungen:
Ich habe versucht, die Grab-App auf meinem Handy zu installieren. Grab ist eine auf den Philippinen weiter verbreitete Taxi-App als Uber. Das ist blöd, wenn man keine SMS empfangen kann. Ich konnte mir den Bestätigungscode noch über WhatsApp zusenden lassen, aber die App hat das als Gerätewechsel erkannt und mich erst einmal für 24 Stunden gesperrt. Ob es daran lag, dass das Einrichten der Kreditkarte nicht klappte? Oder daran, dass ich die 3D-Secure-Überprüfung über den mobilen Hotspot des Netbooks machte? Ich habe jetzt jedenfalls ein wenig Sorge, dass meine Kreditkarte für Online-Transaktionen gesperrt sein könnte. Zum Glück brauche ich die App ja erst übermorgen ...

Verdunkelung? So etwas hat vielleicht im 2. Weltkrieg noch einen gewissen Sinn ergeben, aber heute kann sich auch ein Pirat eine App runterladen, auf der alle Schiffsbewegungen verzeichnet sind.
AntwortenLöschenWie dem auch sei, ich wünsche Euch eine gute Reise und eine sichere Heimkehr.
Liebe Grüße von Elke
Hallo Elke, schön von Dir zu hören! Die Verdunkelung dient vermutlich eher dazu, dass man bei Dunkelheit vom Außendeck besser den Horizont absuchen kann. Deshalb ist es auch auf der Brücke nachts immer abgedunkelt
LöschenLG Jan