Donnerstag, 27. März 2025

Penang / Georgetown

Heute haben wir in Georgetown auf der Insel Penang angelegt. Die Metropolregion von Georgetown ist mit 2,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte in Malaysia hinter Kuala Lumpur. Davon merkt man aber in der Nähe des Kreuzfahrtterminals wenig, denn dort befindet sich die Altstadt. Sehr praktisch, man braucht kein Taxi und keinen Shuttlebus. Trotzdem nerven einen die Taxifahrer am Ausgang und wollen einem eine Inselrundfahrt verkaufen. Wir aber wollten erst einmal Caches suchen. Den ersten Cache fanden wir gleich am hübschen Uhrenturm, der zu Queen Victorias 60-jährigem Kronjubiläum gebaut wurde.

Betelnuss-Brunnen und Uhrenturm

Wir gingen dann zur Pinang Peranakan Mansion, einem Haus sehr reicher Leute mit chinesischer Herkunft. Man könnte auch sagen: Einem Haus von Clan-Chefs. Vielfach haben frühe chinesische Einwanderer malayische Frauen geheiratet - das ist die Bedeutung der ethnischen Gruppe Peranakan oder Baba-Nyonya. Das Haus ist heute ein Museum und sehr edel eingerichtet. Intarsienarbeiten findet man überall, die Räume sind zahlreich, groß, hoch und stets mit antiken Möbeln ausgestattet. Es ist einfach alles sehr prachtvoll - das kann man Reichtum nennen!

Wir warten auf die Führung durchs Museum

Roter Salon

Wir haben uns auch wieder einen Adventure Lab Cache ausgesucht, diesmal zum Thema Street Art des Künstlers Ernest Zacharevic. Der hat Wandmalereien gestaltet, die fließend in reale Gegenstände übergehen. Das lädt geradezu dazu ein, witzige Fotos zu machen.

"Brother and Sister on a Swing"

"2 Kids on a Bicycle"

Das nächste Ziel war Leong San Tong Khoo Kongsi, ein ganzes historisches Stadtviertel, gebaut von einem chinesischen Clan, der seit dem 17. Jahrhundert Handel in der Straße von Malakka trieb. Im Zentrum des Viertels steht ein großer gut erhaltener Tempel.

Leong San Tong Khoo Kongsi

Im Obergeschoss des Tempels gibt es neben dem großen zentralen Raum noch zwei kleinere Räume, in denen alle jetzigen und ehemaligen Clanmitglieder auf Bronzetafeln erwähnt werden, sobald sie einen Universitätsabschluss haben. Genau verstanden habe ich den Grund nicht.

Ehrung für Universitätsabschlüsse?

Auf dem Weg zurück zum Schiff kamen wir noch an der Kapitän Kling Moschee vorbei. Diese Moschee war allerdings für eine Stunde für Besucher gesperrt, um die Gebete nicht zu stören.

Kapitän-Kling-Moschee

Diesmal hat es übrigens mit dem umgetauschten Geld super geklappt: Es drohten nur 11 Ringit übrigzubleiben, die ich am Hafen noch in 3 Liter Cola Zero umsetzen konnte. Jetzt folgen sechs Seetage, Dörte freut sich schon aufs Ausschlafen.

Anmerkungen von Dörte:

Jan ist mit mir Eisessen gewesen (er hatte ausnahmsweise nicht vorher gecheckt, wie teuer eine Kugel ist😀) und ich habe Vanilleeis bestellt. Das wurde mit Blattgold geschmückt. 

Und im Tempel - der übrigens als Drehort für „Anna und der König“ diente - fiel mir eine Verbotstafel auf: „visitors are strictly not allowed to roll the granite ball in the mouth of the lion!“ Die waren mir vorher nie aufgefallen, aber jetzt musste Jan mich wegziehen. Bin ganz unglücklich, ich weiß nun nicht ob sie tatsächlich beweglich sind.😭

Ist die Kugel im Maul beweglich?

Karte:

4 Kommentare:

  1. Die Graffiti Fotos finde ich großartig. Hübsches Kleid übrigens.
    Das man die Kugel im Löwenmaul gerne drehen möchte, kann ich genauso gut verstehen, wie das Verbot. Wahrscheinlich haben sie mehr Angst um die Löwenzähne als um die Kugel.
    LG, Elke

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  2. Dörte trägt ja sowieso oft sehr schicke Kleider. Aber dies ragt tatsächlich heraus. Joachim

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  3. Hallo Herr Rüten-Budde, nutzen Sie teils noch das etrex 20 oder Ihr Smartphone zum Cachen? Wenn ja, dann eine spezielle App? Viele Grüße und danke für die Antworten zu den andern Fragen von mir. Sehr lieb. Florian Martin

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  4. Hallo Herr Martin,
    ja, ich verwende noch das etrex 20. Inzwischen gibt es nur noch das Nachfolgermodell auf dem Markt, das etrex 22. Ich finde besonders gut, dass es ohne Internet auskommt, man Batterien mitnehmen kann und dass es mit Openstreetmap-Karten bestückt werden kann. Trotzdem greife ich zum Cachen häufig auch auf das Smartphone zurück und benutze dabei die offizielle App von geocaching.com. Der Vorteil ist, dass man nichts vorbereiten muss - bei Internetverbindung kann man jederzeit spontan loslegen. Außerdem hat man von unterwegs Zugriff auf die Bildergalerie der Cacher, die den Cache schon gefunden haben. Wenn man selbst auf dem Schlauch steht und den Cache nicht finden kann, kann das manchmal helfen. Zwei weitere Apps sind noch wichtig für spezielle Cache-Arten: Adventure Labs für die Lab Caches und WhereYouGo für die Wherigo-Caches.
    Liebe Grüße
    Jan Rüten-Budde

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